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Mit Simone Niggli Crocket gespielt

Letzten Samstag gehörte die Sporthalle Altikofen

Wie der Zweitklässler Janis Moser haben im Kanton Bern seit Februar 2008 bereits 230 Kinder am Sportförderprogramm des Bundes teilgenommen. Der Geschicklichkeitsparcours in der Sporthalle Altikofen bildet den Abschluss der ersten Teilnehmerstaffel. Als prominenter Gast besuchte die 15-fache OL-Weltmeisterin Simone Niggli-Luder mit der Startnummer 99 die Sporthalle Altikofen. Sie mischte sich unter die Kinderschar und nahm an den Koordinations- und Geschicklichkeitsspielen teil. Sport an erster Stelle Sandra Moser aus Biel, die Mutter von Janis sitzt mit zahlreichen andern Müttern und Väter auf der Tribüne der Sporthalle Altikofen in Worblaufen. Sie schaut dem munteren Treiben in der Turnhalle zu. Gruppenweise scharen sich die jungen Sportlerinnen und Sportler um die Geschicklichkeitsposten. Sie hören den Gruppenleitern zu und messen sich anschliessend in Treffsicherheit, Balance oder Schnelligkeit. Kaum eines der Kinder schaut zu den Zuschauern auf die Tribüne. Der Sport steht an erster Stelle. Intensiv trainiert Sandra Moser ist aber auch froh, dass der Aufwand vorbei ist. Während zweier Jahre hat sie ihren Sprössling zweimal in der Woche in die Turnhalle begleitet. Die Mittwochnachmittage und Samstagvormittage gehörten dem Training von «Talent Eye». Das hiess für Janis, dass er auch mal auf eine Einladung beim Kindergeburtstag verzichten musste. «Für ein Fest sollten die Kinder kein Training schwänzen», erklärt Sandra Moser. Tennis und Turnen Laura Nessi aus Bern trägt die Nummer 29. Die Achtjährige balanciert auf einem Balancebrett und versucht gleichzeitig, einen Pingpongball möglichst lange mit Schlägen in Bewegung zu halten. «Sehr gut, Laura», lobt der 34-jährige Sportlehrer und Gruppenleiter Thomas Rolli. Im Rahmen des Projekts Talent Eye lernen die Kinder auch neue Sportarten kennen. «Es hat mir gut gefallen», sagt die Zweitklässlerin. Sie spiele Tennis und wolle weiterhin dabei bleiben. «Aber vielleicht beginne ich jetzt noch mit Kunstturnen.» Fortsetzung erwünscht Einer, der es schade findet, dass die zwei Jahre Förderprogramm nun vorbei sind, ist Roger Schnegg. Sein Sohn Timo habe mit Begeisterung am Projekt teilgenommen. Timo spielt Volleyball und ist somit bereits in einem sportlichen Training integriert. Aber die Vorteile eines polysportiven Trainings seien gross. Die Kinder widmen sich nach dem Ende von Talent Eye wieder vermehrt ihren Vereinen oder wechseln zu anderen Sportarten. Roger Schnegg hat «mal so Ideen gesponnen, nach dem Abschluss ein Anschlussprojekt auf privater Basis auf die Beine zu stellen.» Aber dazu brauche es Unterstützung von anderen sportbegeisterten Eltern und vor allem auch Zeit. Martin Friedli, der Leiter des Projekts Talent Eye, könnte sich ein Anschlussprogramm durchaus vorstellen. «Wir stehen in Kontakt mit Sportverbänden und prüfen eine Zusammenarbeit.» Die neue Staffel von Talent Eye sei bereits angelaufen, an Nachwuchs fehlt es nicht. Vielleicht gebe es bereits für diese Neueinsteiger ein Fortsetzungstraining. Simone Wölfli •www.be.ch/sport >

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