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Mittäter soll 15 Jahre kriegen

Lüdi-MordDer Staatsanwalt fordert für den mutmasslichen Komplizen beim Raubmord am früheren Roggwiler Metzger Willi Lüdi eine 15-jährige Freiheitsstrafe. Der Haupttäter ist

Im mehrtägigen Prozess gegen den Mittäter des verhängnisvollen Raubüberfalls auf den Roggwiler Alt-Metzgermeister Willi Lüdi im Jahr 2003 standen gestern am Regionalgericht Aarwangen die Plädoyers auf dem Programm. Für Staatsanwalt Hansjürg Brodbeck machte sich der Komplize ebenfalls der Mordtat schuldig; er forderte deshalb 15 Jahre Freiheitsentzug. Auf die Aussagen von Tatbeteiligten und Zeugen sei zwar wenig Verlass, räumte Brodbeck ein. Doch sein «Kronzeuge» sei der Tatort. Es könne keinen vernünftigen Zweifel geben, dass zwei Täter am Werk waren. Wichtiges Indiz sei ein Schuhabdruck auf dem Rücken des Opfers, der dem Beschuldigten zugeordnet werden könne. Der angeklagte Mittäter, ein 30-jähriger Serbe, hatte nach seiner Festnahme im Mai 2009 zugegeben, am Tatort gewesen zu sein. Später widerrief er das Teilgeständnis und wollte den Haupttäter, einen heute 36-jährigen Landsmann, nur nach Roggwil gefahren haben. Für den Staatsanwalt waren die beiden aber ein gleichberechtigtes Team. Hauptmotiv des Einbruchs beim damals 79-jährigen pensionierten Metzger sei rücksichtslose Bereicherungsabsicht gewesen. Als sich der alte Mann gewehrt und den Tresorschlüssel nicht habe herausrücken wollen, hätten sie ihn derart brutal gefesselt und geknebelt, dass er keine Überlebenschance gehabt habe. Die Beute betrug um die 2000 Franken. Verteidiger Krishna Müller (Bern) plädierte hingegen auf Freispruch des Beschuldigten. Es gebe zu wenig «konkrete und objektive Beweise», sondern nur einige Indizien. Für den Nachweis einer Tatbeteiligung sei aber eine «Beweiskette» erforderlich. Das Regionalgericht in Aarwangen will das Urteil am Dienstag fällen. Der erste Täter war im Hauptverfahren 2006 bereits zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden.sae/sdaSeite 5>

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