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Model AG: Hälfte der Belegschaft entlassen

Die Model Inopac AG hat seit August 2009 über

Wie erst jetzt bekannt wurde, hat die Model Inopac AG von den 42 Angestellten in Flamatt in den vergangenen fünf Monaten die Hälfte entlassen. Das «Kaschieren» der Wellkartonverpackungen wurde von Flamatt ins grösste Werk der Firma nach Weinfelden TG verlegt. Diese Umstrukturierung hat gemäss Elisabeth Model, Mitglied der Konzernleitung und CEO Region West, zu den Kündigungen geführt. Umsatzeinbussen auf Grund der konjunkturellen Situation seien unter anderem der Grund für die Verlagerung. Gegen Gesetz verstossen Neun Personen haben gemäss Eric Broccard, Sektionschef beim Amt für Arbeitsmarkt, im August ihre Kündigung erhalten, neun weitere im September. Bis Ende Jahr seien drei bis vier Kündigungen dazugekommen. Beim Amt für Arbeitsmarkt hat man durch ein E-Mail eines ehemaligen Mitarbeiters sowie durch einen Hinweis der Gewerkschaft Syna von der Situation erfahren. Dass das Unternehmen die Kündigungen dem Amt nicht mitteilte, sondern diese erst auf Nachfragen bestätigte, ist laut Broccard nicht gesetzeskonform. Das kantonale Gesetz über die Beschäftigung und die Arbeitslosenhilfe besagt, dass der Arbeitgeber dem Amt die Entlassungen melden muss, sobald sechs Arbeitnehmer davon betroffen sind. Direkte Konsequenzen hat dieses Verhalten für die Firma aber nicht. Einen Sozialplan hat die Model Inopac AG keinen ausgearbeitet. «Wir haben nach individuellen Lösungen gesucht», sagt Elisabeth Model. So habe man einigen Mitarbeitern angeboten, in Weinfelden oder Moudon weiterzuarbeiten. Einige hätten von Abgangsentschädigungen in der Höhe eines Monatslohnes oder von vorzeitigen Pensionierungen Gebrauch machen können. Kathrin Ackermann von der Gewerkschaft Syna erklärte, dass sich bisher kein Mitarbeiter explizit an sie gewandt habe. «Ich werde nun aber erneut mit dem Amt für Arbeitsmarkt in Kontakt treten und an die Geschäftsleitung der Firma herantreten, um eventuell einen Sozialplan ausarbeiten zu können», hält sie fest. Individuelle Lösungen bei Kündigungen würden die Gefahr der Willkür bieten. «Entschädigungen müssen klar geregelt sein», betont sie. Über 20 Entlassungen in fünf Monaten: «Zum Glück gibt es im Kanton Freiburg nicht viele solche Fälle», meint Eric Broccard. Er bedauert es, dass es bei der Model Inopac AG so weit gekommen ist. «Besonders in dieser Branche ist es derzeit sehr schwierig, wieder Arbeit zu finden», sagt er und erinnert daran, dass das kantonale Amt für Arbeitsmarkt die Arbeitsuchenden gerne unterstützt. «Die gute Lage nutzen» Der Pack Shop der Model Inopac AG sowie ein Verkaufsteam bleiben in Flamatt. «Wir wollen die gute Lage zudem nutzen, um ein Zentrallager einzurichten», so Elisabeth Model. ak/hus >

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