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Mühleberg: Unbehagen gegen Atomaufsicht wächst

AtomkraftWidersprüchliche Signale der Atomaufsichtsbehörde Ensi: Obwohl die Risse im Kernmantel des AKW Mühleberg auf lange Sicht nur ungenügend stabilisiert sind, durfte Mühleberg gestern zurück ans Netz. Das trieb die AKW-Gegner auf die Strasse.

Gleich zweimal taten Anti-AKW-Aktivisten gestern in Bern ihren Unmut gegen die BKW und die staatliche Atomaufsichtsbehörde Ensi kund: die Grünen Kanton Bern auf dem Bundesplatz und das Komitee «Mühleberg aussitzen» vor der Heiliggeistkirche. Sie protestierten dagegen, dass das Ensi der BKW am Wochenende erlaubt hat, das AKW Mühleberg nach dreimonatigem Unterbruch wieder ans Netz zu nehmen. Den Vollbetrieb wird Mühleberg morgen Mittwoch aufnehmen. Das Ensi sorgte gestern mit seinen Aussagen zu den Kernmantelrissen im AKW Mühleberg nicht nur bei den AKW-Gegnern, sondern auch beim neutralen Beobachter für Verwirrung: Zum einen sei der Kernmantel mit der stabilisierenden Zugankerkonstruktion für die nächsten Jahre kein Risiko, so die Aufsichtsbehörde. Nach dieser Aussage erstaunt es, dass das Ensi die BKW ebenfalls am Montag aufgefordert hat, für den Langzeitbetrieb ein verbessertes Sicherheitskonzept für den Kernmantel vorzulegen. Bereits Ende 2010 musste die BKW ein Instandhaltungskonzept für den Kernmantel vorweisen. Dass die BKW nun erneut nachbessern muss, zeigt, dass das Ensi mit den ursprünglichen Vorschlägen der BKW nicht einverstanden ist. Was das Ensi jedoch genau beanstandet und was die Behörde von der BKW erwartet, darauf gab sie gestern keine Antworten.phmSeite 8>

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