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Nach der Nichtwahl: Ein Stellvertreter springt ein

steffisburgDie Kirchgemeinde Steffisburg hat entschieden: Die Pfarrstelle Dorf Ost wird mit einer einjährigen Stellvertreter-Stelle besetzt.

Nach der umstrittenen Nichtwahl des Pfarrers Dietmar Thielmann aus Aeschi hat der Kirchgemeinderat von Steffisburg am Mittwochabend das weitere Vorgehen beschlossen. «Wir werden die Pfarrstelle für den Kreis Dorf Ost mit einer Vertretung besetzen – und zwar für ein Jahr», sagt Martin Frei, Mediensprecher der Kirchgemeinde Steffisburg, auf Anfrage. Dies, damit genügend Zeit für die definitive Besetzung der frei werdenden Pfarrstelle zur Verfügung stehe und weil mit dieser Dauer diese Verweserstelle mit einem 100-Prozent-Pensum besetzt werden könne. Das Ziel ist, die Stelle bis am 1.Juli zu besetzen, damit Pfarrer Eduard Furrer wie geplant in Pension gehen kann. «Bis dahin wäre es ohnehin unmöglich, die Stelle mit einer definitiven Lösung zu besetzen», ergänzt Frei. Mit den Leuten sprechen Für die Vertretung kommt Dietmar Thielmann nicht in Frage: «Nach seiner Nichtwahl wäre dies wohl für die ganze Sache wie auch für ihn selbst unvorteilhaft», findet Frei. Der Kanton führe eine Verweserliste. Der Rat werde diese konsultieren und geeignete Pfarrerinnen und Pfarrer anschreiben. Die Wahl einer Vertretung ist Aufgabe des Kirchgemeinderates. «Im besten Fall können wir an der nächsten Ratssitzung im April jemanden vorschlagen und wählen», meint Martin Frei. Der Kirchgemeinderat hofft, dass die umgebaute und sanierte Pfarrwohnung, welche nun während eines Jahres leer stand, von der Stellvertreterin oder dem Stellvertreter bewohnt werde. «Das ist zwar keine Bedingung», sagt der Mediensprecher, «jedoch ein Wunsch.» Externe involvieren Der Kirchgemeinderat zieht in Erwägung, mit interessierten Personen aus dem Kirchenkreis Dorf Ost eine Veranstaltungsreihe ins Leben zu rufen. «Die Idee dahinter ist, sich gegenseitig anzuhören, Bedürfnisse aufzunehmen und über gesetzliche Vorgaben betreffend Pfarrwahlen zu informieren», erläutert Frei. Im Verlauf der nächsten sechs Monate will der Kirchgemeinderat von Steffisburg über das definitive Prozedere für die Stellenbesetzung per 1.Juli 2012 befinden. Eine Pfarrwahl sei nicht immer ganz einfach: «Leider ist es heutzutage so, dass nicht mehr viele Menschen diesen Beruf ausüben wollen», bedauert Martin Frei. Und: «Viele Bewerberinnen und Bewerber kommen nicht einmal aus der Schweiz, sondern aus anderen Ländern, vorwiegend aus Deutschland.» Franziska Streun>

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