Nächste Woche Spatenstich

Grindelwald

Die alten Kabinen der Männlichenbahn sind in die letzte Sommersaison gestartet. Der Spatenstich für die neue Männlichenbahn erfolgt nächste Woche.

1978 eröffnet und mit über sechs Kilometern Länge noch heute die längste Gondelbahn der Welt. Ab der Wintersaison 2019 werden moderne zehnplätzige Gondeln verkehren.

1978 eröffnet und mit über sechs Kilometern Länge noch heute die längste Gondelbahn der Welt. Ab der Wintersaison 2019 werden moderne zehnplätzige Gondeln verkehren.

(Bild: André Dähler)

Andreas Kaufmann, Verwaltungsratspräsident der Gondelbahn Grindelwald-Männlichen AG (GGM), konnte 379 Aktionäre und Aktionärinnen, gleich viele wie im letzten Jahr, zur 40. Generalversammlung im Berghaus Männlichen begrüssen.

In seinen Begrüssungsworten hat er der Freude Ausdruck gegeben, dass mit dem Bau der neuen Männlichenbahn nun endlich begonnen werden kann. Er appellierte an ­alle Beteiligten, während der Bauzeit in den kommenden Monaten Verständnis für ungewöhnliche Situationen zu haben und Probleme im Dialog miteinander beiseitezuschaffen. «Bald werden die Baumaschinen auffahren, der symbolische Spatenstich soll schon nächste Woche erfolgen», so Kaufmann.

Im Sommer 2019 wird der Männlichen von Grindelwald her nicht erschlossen sein. Auch das Berghaus wird keine Gäste empfangen. Dort wird die Bauphase der Bahn für Umbauten und das Erstellen eines Anbaues genutzt. Der Männlichen wird aber mit der neuen Luftseilbahn von Wengen her zugänglich sein, und auch die Wanderwege werden benutzbar bleiben.

Durchzogene Wintersaison

Geschäftsführer Daniel Zihlmann konnte über ein gesamthaft erfolgreiches Geschäftsjahr berichten. «Der frühe Schneefall liess bei uns, wie im Vorjahr, die Vorfreude aufkommen und auf einen erfolgreichen Winter hoffen. Aber schon am 3. Januar 2018 fegte der Wintersturm Burglind durch das Land und bescherte uns gleich acht Ausfalltage. Dazu kamen Tage mit sehr kalten Unter-null-Temperaturen und darauf wieder Regentage bis zu einer Höhe von 2000 Metern.»

Die Lancierung des Top-4-Skipasses habe Wirkung gezeigt, fuhr Zihlmann fort. Mit 36 200 abgesetzten Abos im Vorverkauf sei das Angebot ein Erfolg. «Der Sportpass Top 4 wird in der kommenden Wintersaison 2018/2019 in unveränderter Form wieder angeboten. Der Vorverkauf startet am 1. September. Bis zum 16. Dezember ist dann das Abonnement wiederum zum Spezialtarif von 666 Franken erhältlich», informierte Zihlmann.

Bereits sind auch Projekte für den nächsten Winter in Arbeit. So wird in den Sommermonaten die Fertigstellung der Beschneiung Gummi als Verbindung zur Kleinen Scheidegg erfolgen. Dann soll der Neubau des Skilifts Teifenschluecht zwischen Sesselbahn Läger und Berghaus Männlichen die Qualität im Bereich des Skischulgeländes auf Männlichen verbessern.

Hier sei noch eine Einsprache von Pro Natura hängig, aber er sei zuversichtlich, die Sache bereinigen zu können. Eine Begehung vor Ort solle am 22. Juni erfolgen, sagte Zihlmann.

Der Sommer 2017 zeigte sich von der erfreulichen Seite. Das Motto «Genuss am Berg», welches als Marketinggrundsatz verstanden werde, sei vom Markt ­angenommen und bestätigt worden. So sei das Angebot rund um die Kuh Lieselotte mit Riesenkuh und dem Familienwanderweg und Sennenspielplatz erfolgreich gewesen. Diese Linie zum Thema Alpwirtschaft will die GGM schrittweise ausbauen und wird nun auf die neue Saison einen Balancierpfad für Kinder und Jugendliche einrichten.

Geschäfte durchgewinkt

Die statutarischen Geschäfte wurden allesamt einstimmig gutgeheissen. Die Versammlung hat die Jahresrechnung und den Jahresbericht genehmigt, den Vortrag des Bilanzgewinnes von rund 1,6 Millionen Franken auf die neue Rechnung gutgeheissen und dem Verwaltungsrat Entlastung erteilt.

Auch die Revisionsstelle wurde für ein weiteres Jahr wiedergewählt. Unter dem Traktandum Wahlen wurde Verwaltungsrat Rudolf Jossi, der seit 2002 die Geschicke der Bahn als Vertreter der Bergschaft Itramen mitverantwortete, mit Dank für seine Tätigkeit verabschiedet. Ihm folgt, ebenfalls aus der Bergschaft Itramen, der Maschinenmonteur und Versicherungsberater Roland von Allmen.

Berner Oberländer

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