Neophyten-Tag traf voll ins Schwarze

Spiez

Mit dem Kampf gegen invasive Pflanzen ist der Werkhof Spiez voll im Trend. Gegen 150 Personen informierten sich am Neophyten-Tag.

Lebhaftes Interesse an einheimischen und fremden Pflanzen herrschte am Neophytentag in Spiez. Foto: PD/Markus Schärer

Lebhaftes Interesse an einheimischen und fremden Pflanzen herrschte am Neophytentag in Spiez. Foto: PD/Markus Schärer

«Wir hatten keine Ahnung, wie viele Leute kommen würden», sagte Werkhof-Leiter Markus Schärer, einer der Initianten des ersten Neophyten-Tages in Spiez. «Dann zeigten zwischen 10 und 14 Uhr gegen 150 Personen grosses Interesse, wie sie ihre Gärten von invasiven Pflanzen befreien und durch einheimische Gewächse ersetzen können.»

Nebst der Beratung hätten die Besucher auch die im ABZ speziell für diesen Tag kreierte Gratiswurst mit Topinambur und Vegiburger geschätzt. Prospekte, Plakate und ein Ansteckbadge fanden reissenden Absatz, ergänzt durch ein Buch mit entsprechenden Unterlagen. All das kann beim Werkhof während der Öffnungszeiten auch weiterhin bezogen werden.

Lob fürs Neophytli

«Zudem erhielten wir viel Lob für das über drei Meter hohe Maskottchen Namens Neophytli am Kronenplatzkreisel, wo zugleich der Unterschied zwischen Schrottgärten oder Grünflächen mit Neophyten und einheimischer Bepflanzung 1:1 dargestellt wird», freute sich Schärer.

Der Tag gegen schädliche Pflanzen, von welchen 58 Sorten die einheimischen verdrängen und die Umwelt massiv verändern, soll in Spiez kein Einzelgänger bleiben. Plakate in Pflanzentöpfen rund um den Bahnhof vermitteln entsprechende Infos. Noch dieses Jahr ist im Schulhaus Spiezmoos ein Neophytentag geplant.

«Was wir nächstes Jahr machen, ist noch offen», so Markus Schärer. Dabei hofft er auf Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden und dem Kanton. In Spiez selber weiss sich der Werkhof unterstützt von der Gemeinde wie von der Umweltbeauftragten Elke Bergius. Unterstützt wird Markus Schärer auch weiterhin von der Thuner Dänzer AG, welche das «Neophytli» mit seinem Umfeld gestaltet hatte .

In den Wäldern aktiv ist die Gemeinde schon länger. So entfernten die Leute des Werkhofes im Bürgwald Kirschlorbeer, bisher mit Mannkosten von 30'000 Franken.

«Kirschlorbeer, der demnächst wieder blüht, graben wir derzeit auch im Hondrichwald aus und Sommerflieder beim BKW-Aquädukt an der Kander», weiss der Werkhofchef. Um die Weiterverbreitung der beiden Letztgenannten zu verhindern, dürfe der Abraum nicht im Kompost, sondern müsse im Kehricht (KVA) entsorgt werden.

Berner Oberländer

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