Zum Hauptinhalt springen

Neue Beiträge für die Waldpflege

oberland-ostDie Delegiertenversammlung des Gemeindeverbandes für die Erhaltung der Wälder im Oberland Ost (Gewo) führt neue Beiträge für Waldpflege und -nutzung ein.

2008 hatte der Gemeindeverband Beiträge gekürzt oder ganz gestrichen, weil die Reserven fast aufgebraucht waren. Nach der Rechnung 2010, die bei 155309 Franken Aufwand mit 185029 Franken Gewinn schloss, ist das Eigenkapital aber wieder auf 289815 Franken gestiegen, wie Geschäftsführerin Vreni Grossmann an der Delegiertenversammlung in der Aareschlucht zufrieden berichtete. Gemäss Finanzplan sollten 2015 die 500000 Franken Eigenkapital erreicht sein, die der Verband anstrebt, damit er im Fall von Sturm- oder anderen grossen Schäden im Wald die betroffenen Gemeinden unterstützen kann. Für starke Schutzwälder Angesichts der guten Finanzlage beschlossen die Gemeindelegierten einstimmig, die Seilkranförderbeiträge für Holzschläge, in denen Laubholz dominiert, von 2 auf 4 Franken pro Laufmeter Seil zu erhöhen. Damit will der Gewo die tiefen Laubholzpreise ein Stück weit ausgleichen und einen Anreiz für die Verjüngung von Laubwäldern geben, die oft auch Schutzwälder sind. Ebenfalls einstimmig führte die Versammlung neu einen Beitrag für den Unterhalt von Fusswegen ein, die für die Pflege von Jungwäldern mit besonderer Schutzfunktion gebraucht werden. Für die beiden Massnahmen rechnet der Gewo in den nächsten Jahren mit zusätzlichen Kosten von rund 22600 Franken, wie der fachliche Berater, Oberförster Rudolf Zumstein, erläuterte. Schutz vor Steinschlag Gleich wie bisher budgetiert der Verband auch künftig rund 20000 Franken jährlich für die Förderung der Gerinnepflege, damit instabile Bäume an Bach-ufern entfernt werden, bevor sie bei Hochwasser umfallen und den Bach verstopfen. Stark steigend sind die Gesuche für Stein- und Eisschlagschutzprojekte. Derzeit liegen dem Gewo Beitragsgesuche für insgesamt 110000 Franken vor. Zwei grössere Projekte in der Gemeinde Schattenhalb wurden von den Delegierten vor der Versammlung besichtigt. Geologe Ulrich Gruner, Gemeindeschreiber Heinz Moor und Jürg Burkhart vom Ingenieurbüro Flotron erläuterten, wie Strasse und Gebäude im Gebiet Falcheren von zwei grossen, neuen Dämmen geschützt werden. Die Dämme wurden gebaut, weil seit dem Lawinenwinter 1999 rund 25000 Kubikmeter Fels immer schneller ins Rutschen kommen und Felsstücke von bis zu 8 Metern Durchmesser abzubrechen drohen (wir berichteten). Eine Sprengung wäre zwar etwas billiger als die Dämme, würde aber längerfristig keinen Schutz garantieren. Solidarität in der Region Die Dämme werden zu 80 Prozent staatlich subventioniert. An die Restkosten von 75000 Franken zahlt der Gewo der Gemeinde Schattenhalb 30000 Franken. «Das entspricht unserer Idee der Solidarität in der Region», sagte Gewo-Präsident Erhard Nufer. Ebenfalls besichtigt wurde eine vom Gewo unterstützte Kombination aus Verbauungen und Waldbaumassnahmen im Schwendiwald an der Strasse ins Rosenlaui. Sibylle Hunziker >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch