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Neue Herausforderung

Der Treffpunkt ist von Tom Lüthi gewählt, das Trainingscenter «Input» in Steffisburg ist ein moderner, architektonisch gelungener Fitnesstempel im Oberland. Lüthi kommt einige Minuten zu spät zum Interview – und ist ein interessierter, interessanter Gesprächspartner. Er antwortet offen, er nimmt sich Zeit, bevor er Stellung nimmt, und Leute, die ihn gut kennen, sagen, Lüthi sei reifer und erwachsener geworden. Vielleicht hängt das auch mit den Rückschlägen und den vielen Stürzen in den letzen Jahren zusammen. Nach unbeschwerten, sehr erfolgreichen Zeiten hat Lüthi an Schwung verloren, nicht aber an Ehrgeiz. Tom Lüthi ist immer noch erst 23 Jahre alt, aber bereits seit sieben Jahren einer der beliebtesten Sportler in der Schweiz. Nach seinem Debüt 2002 in der 125er-Klasse triumphierte der Motorradfahrer 2005, mit knapp 19 Jahren, in dieser Kategorie und war der sechstjüngste Weltmeister aller Zeiten. Lüthi wurde vor Tennisstar Roger Federer zum Sportler des Jahres gewählt – und gewann 2005 auch den «Swiss Award» in der Wahl zum Schweizer des Jahres in der Kategorie Sport. Nach den Rängen 27 (2002), 15 (2003), 25 (2004), 1 (2005) und 8 (2006) wechselte Lüthi auf die Saison 2007 mit vielen Ambitionen in die Viertelliterklasse. Mit den Plätzen 8, 11 und zuletzt 7 blieb der Berner aus Linden aber in der 250er-Klasse insgesamt hinter den Erwartungen zurück. Nächste Saison fährt Lüthi in der Nachfolgeserie Moto2 (600-ccm-Maschinen), wie der andere Berner, der 19-jährige Dominique Aegerter. Lüthi steht vor einer neuen Herausforderung. Experten sagen, er müsse nun den Schritt vom nüchternen Stilisten zum leidenschaftlichen Kämpfer realisieren. An Motivation mangelt es nicht: Lüthi arbeitet fleissig an seiner Fitness; er will bereit sein, wenn er Anfang Februar erstmals sein neues Motorrad fahren darf. Durch seine frühen Erfahrungen und das grosse Interesse an seiner Person ist Tom Lüthi zum Medienprofi geworden – so vergisst er während des Interviews nicht, das mitgebrachte Leibchen mit den Sponsorenlogos anzuziehen, als der Fotograf beginnt, Bilder zu machen. Lüthi gibt bereitwillig Auskunft über seine Situation, private Themen hingegen breitet er nicht gerne in der Zeitung aus. Er lebt zusammen mit seiner Freundin Fabienne Kropf, Miss Bern 2005, in der Nähe von Thun. Da Tom Lüthi die ganze Zeit um die Welt reist, mag er es in der Heimat eher gemütlich, treibt aber zum Ausgleich auch gerne Badminton und Wassersport oder fährt Ski. fdr>

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