Zum Hauptinhalt springen

Neue Naturspielgruppe ist gestartet

ObersteckholzLos gehts für die Spielgruppe im Kleben: Ein ganzes Jahr lang treffen sich im Steckholz neun Kinder am Mittwochmorgen zu Erlebnissen in der Natur.

Die Zeit zwischen dem 4.Lebensjahr und dem Eintritt in den Kindergarten ist für Kinder ein ganz spezieller Abschnitt. Es ist eine Übergangsphase zwischen geborgenem Elternhaus und einem ersten Kontakt mit anderen Kindern, zum Beispiel in einer Spielgruppe. Eine Gruppe der etwas anderen Art öffnete gestern im Obersteckholz ihre Türen. Nicht etwa eingeengt in einem kleinen Schulzimmer, sondern auf dem weitläufigen Grundstück von Simon und Franziska Geiser im Kleben finden Eltern ein privat organisiertes Betreuungsangebot vor, welches den Kindern ein Jahr lang jeden Mittwochmorgen unterschiedliche Tier- und Naturerlebnisse bietet. Das Ehepaar verfügt über die Erfahrung, welche der Betrieb einer Spielgruppe erfordert. Simon Geiser (39) arbeitet als Sozialpädagoge in einem Kinderheim, Franziska Geiser (37) ist Hausfrau und vierfache Mutter. Auf die Kinder warten Kleintiere, wie beispielsweise Kätzchen, Meerschweinchen, Zwergziegen und Kaninchen. Die Tiergehege und mehrere Spielplätze mit einer Schaukel, einer Rutschbahn und einem Sandkasten sind in die bäuerlich-ländliche Umgebung eingebettet. Gleich nebenan steht der zum Wohnhaus umgebaute Bauernhof des Betreuerehepaars. Hier können sich die Kinder in einer angebauten Hütte auch dann geborgen fühlen, wenn sich das Wetter einmal von seiner stürmischen Seite zeigt. Natur steht im Vordergrund Die Eltern von sieben Knaben und zwei Mädchen wollten sich genau dieses Angebot nicht entgehen lassen. Es sind die Erfahrungen in der Natur und der Umgang mit den Tieren, welche die Spielgruppe von anderen unterscheidet. Geisers sind sich ihres Trumpfes bewusst. «Für Kinder ist es wichtig, Erfahrungen mit der Natur zu machen und sie kennen zu lernen», sagt Simon Geiser. Das könne einen Ausgleich schaffen zu einem Kinderalltag, der heute häufig auch drinnen stattfinde. Auch der Umgang mit dem Wetter sei für die Kleinen wichtig. «Wir bleiben auch draussen, wenn es regnet.» Erst wenn es stark stürme oder andere Wettereinflüsse den Aufenthalt im Freien nicht mehr zuliessen, ziehe man den Schopf vor. In diesem Fall können es sich die Kinder im Trockenen auf den Heuballen gemütlich machen und Bilderbücher anschauen, oder in der kleinen Werkstatt etwas basteln. Grundsätzlich fänden jedoch alle Aktivitäten im Freien statt, wie Geiser versichert. «Wir spielen bei uns im Garten oder gehen in den Wald. Dort gibt es Fuchshöhlen und ein Bächli, das wir stauen können.» Den Ideenschatz hat sich das Ehepaar selber angeeignet oder greift auf Gelerntes aus Kursen der gesamtschweizerisch tätigen Interessengemeinschaft Spielgruppe zurück. Beim Start gestern Morgen war der Ablauf dicht gedrängt. Das erste Mal waren auch noch die Eltern dabei. Das ist nächsten Mittwoch schon anders. Dann werden sich die Erwachsenen nach dem Spielgruppenlied, bei dem Alt und Jung mitsingen, von ihren Schützlingen trennen müssen. «Das ist jeweils ein kritischer Augenblick», weiss Simon Geiser. «Wir proben das heute schon einmal, indem ich mit den Kindern hinter dem Haus ein Spiel veranstalte, während die Eltern beim Lagerfeuer bleiben.» Es erstaunt nicht, ist das Betreuerehepaar nach einem Morgen voller Spiel und Spass jeweils ein bisschen müde. «Die Kinderbetreuung erfordert unsere volle Konzentration. Nach zweieinhalb Stunden sind wir schon ein wenig müde, aber auch zufrieden», sagt Franziska Geiser. Bereits wagen die beiden einen Blick in die Zukunft: «Unser Ziel ist es, ein erfolgreiches Jahr mit der Spielgruppe zu haben und im August 2012 wieder viele Kinder zur neuen Saison begrüssen zu dürfen.»Patrick Jordiwww.kitierleben.ch>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch