Neue Plätze für Sturmholz sind gesucht

Interlaken

Der Gemeindeverband für die Erhaltung der Wälder in der Region Oberland-Ost (Gewo) unterstützt eine Holzlagerplatz-Planung.

Das Gewo-Team: Barbara Michel, Ralf Schai, Beat Mühlemann, Beat Zurbuchen, Vreni Grossmann, Andreas Nydegger, Andreas Ritschard, Christian von Gunten, Bruno Fuhrer, Iris Wittwer, Ernst Voegeli, Jakob Otth und Kurt Studer.

Das Gewo-Team: Barbara Michel, Ralf Schai, Beat Mühlemann, Beat Zurbuchen, Vreni Grossmann, Andreas Nydegger, Andreas Ritschard, Christian von Gunten, Bruno Fuhrer, Iris Wittwer, Ernst Voegeli, Jakob Otth und Kurt Studer.

(Bild: zvg)

Es braucht Holzlagerplätze, ei­nerseits für Schnitzel, anderseits für Sturmholz. Lukas Hug von der Beo Wald & Holz AG erklärt auf Anfrage dieser Zeitung, warum. Nach den Erfahrungen mit den grossen Stürmen bräuchte es zwei oder drei Holznasslagerplätze. Das Holz wird feucht gehalten und behält so seine Qualität länger. Zudem ist es weniger anfällig für den Borkenkäfer. «Im Krisenfall, bei einem sehr grossen Sturm, sollten die Lagerplätze definiert sein und sofort in Betrieb genommen werden können. Wenn man noch lange suchen und Bewilligungen einholen muss, ist es zu spät», sagt Hug.

Umschlagplätze sind nötig

Die Plätze müssen auf der einen Seite verkehrstechnisch günstig gelegen sein und in der Nähe einer Wasserquelle liegen. Auf der anderen Seite brauche es, verteilt im Oberland-Ost und möglichst in der Nähe der grossen mit Holz betriebenen Fernheizwerke, auch Holzlagerumschlagplätze. Das Holz wird meist im Sommer geerntet, gebraucht wird es dann im Winter.

Wird es im Gebirgswald gelagert, ist der Zugang im Winter nicht sicher. Unter der Leitung der Regionalkonferenz Oberland-Ost soll jetzt eine regionale Überbauungsordnung für die beiden Arten Lagerplätze erstellt werden. Die Planung kostet 59'000 Franken, und die Delegierten des Gemeindeverbandes für die Erhaltung der Wälder der Region Oberland-Ost haben am 20. Juni einstimmig einen einmaligen Beitrag von 16'200 Franken gesprochen.

Der Verband wurde gegründet, um die Waldbesitzer bei Massnahmen zu unterstützen, die der Erhaltung, Förderung und Wiederherstellung der Waldfunktionen dienen, sofern ein regionales Interesse besteht.

Unterstützt werden Schutzwaldpflege an Gerinnehängen, Wiederherstellung von Waldstrassen nach Naturereignissen, Förderung Seilkraneinsatz, Jungwaldpflege, Begehungswege, waldbauliche Massnahmen bei Lawinenverbauungen, Betrieb und Unterhalt von Messstationen. Der Verband ist seit 1998 aktiv. Alle Gemeinden der Region zahlen nach Einwohnerzahl einen Beitrag. 12 der 13 bisherigen Vorstandsmitglieder – sie vertreten eine oder mehrere Gemeinden – wurden wiedergewählt, neu nimmt Anton Hayoz aus Meiringen Einsitz. 2018 hat der Verband Ausgaben von 341'356 Franken und Einnahmen von 340'003 Franken.

Die Delegierten bewilligten an der Versammlung, dass weiterhin ein Beitrag an die Stangenholzpflege im Gerinneschutzwald und im übrigen Wald gezahlt wird. Er erhöhte die Seilkranbeiträge, weil die Holzpreise immer noch unter Druck sind.

Berner Oberländer

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