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Neun Segelboote aus Seenot befreit

Das gewitterhafte Wochenende erforderte den Einsatz der Rettungsdienste: Auf dem See gerieten Boote in Seenot. Sie mussten von der Seepolizei

Über 30 Meldungen wegen Wassereinbrüchen und umgestürzter Bäume gingen am Samstagnachmittag bei der Kantonspolizei Bern ein. Im ganzen Kantonsgebiet mussten laut der Medienmitteilung von gestern zahlreiche Keller und Einstellhallen von den örtlichen Wehrdiensten ausgepumpt werden. Betroffen waren vor allem das Berner Oberland, die Region Emmental–Oberaargau und der Berner Jura. Neun Boote in Seenot Auf dem Thunersee gerieten wegen des plötzlichen Zusammentreffens zweier Gewitterfronten über der Mitte des Thunersees am Samstagnachmittag zahlreiche Segelboote in Seenot. Seepolizistin Barbara Fahrni: «Begonnen hat es um 14 Uhr im oberen Seebecken, wo schon mal ein Katamaran durchgekentert war. Kurze Zeit später ging es auch im mittleren Seebecken im Bereich zwischen Gunten und Spiez los.» Neun Boote mit insgesamt 18 Besatzungsmitgliedern mussten geborgen werden. Ein nahezu gesunkenes Segelschiff musste in die Spiezer Bucht geschleppt und dort mittels Hebekran gehoben werden. Ein weiteres Boot erlitt einen Mastbruch. Verletzt wurde niemand. Während der turbulenten Rettungsaktion erwischten jedoch etliche elektronische Geräte von Geretteten und Rettern zu viel Wasser oder verschwanden sogar in den Tiefen des Thunersees, so auch einige Mobiltelefone. Eine Person wurde mit leichten Unterkühlungen geborgen, konnte aber ohne Inanspruchnahme ärztlicher Hilfe mit einem heissen Tee wieder auf Temperatur gebracht werden. Die Seepolizei war mit zwei Booten und zwei Personen im Einsatz, die Seerettung Thunersee mit drei Schiffen und fünf Mann. Baustelle unter Wasser Gestern Morgen früh vor sechs Uhr sorgten weitere heftige Regenfälle für Probleme: Die alarmierte Feuerwehr Thun rückte an die Wylergasse in Allmendingen in Thun aus, die unter Wasser stand. Aus dem nahe liegenden Wald lief viel Regenwasser auf die Gasse. «Der in Richtung Neufeld laufende Allmendingenbach vermochte das viele Wasser auch nicht mehr zu schlucken, so, dass er im Bereich einer Baustelle übergetreten ist», erzählt der zuständige Einsatzleiter der Feuerwehr Thun, Paul Stutz. Der Grund ist ein grosses Kunststoffrohr, durch welches der Allmendingenbach im Bereich dieser Baustelle geführt wird. In der Folge lief viel Wasser in die Baustelle hinein, Keller und Liftschacht waren rund zehn Zentimeter hoch überflutet. «Ferner wurden im Neufeld einige Gärten überschwemmt», berichtet Paul Stutz. Es sei dies der einzige Einsatz gewesen, den die heftigen Regenfälle von gestern Morgen erfordert hätten. Aare: Sieben Kubik mehr Auf die Pegelstände der Seen hatten die kurzen, aber heftigen Gewitterregen minimen Einfluss. Während der Brienzersee in der Nacht auf Sonntag langsam um drei Zentimeter anstieg, tat dies der Seespiegel des Thunersees am Sonntagmorgen gegen acht Uhr ziemlich sprunghaft und die selbe Höhe. Die Aare in Thun führte am Samstagabend 187 Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Am Sonntagmorgen um fünf Uhr stieg diese Menge innert weniger Minuten um 7 Kubikmeter an. Bruno Petroni>

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