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Neustart für den Guisan-Marsch

Nach einjährigem Unterbruch gibt es den General-Guisan-Marsch in Spiez wieder. Ein neuer Verein hat den Traditionsanlass gerettet. Mit der Ausschreibung als Volkswanderung verschwindet das rein militärische Image.

Wenn man mit dem Kandersteger Peter Rosser über den General-Guisan-Marsch spricht, wird sofort klar, dass der Anlass dem 72-Jährigen am Herzen liegt. Ein Blick zurück:Im November 2008 verkündeten die bisherigen Organisatoren des General-Guisan-Marsches (GGM) das Ende des im Frühling zum 40.Mal durchgeführten Traditionslaufes (wir haben berichtet). Ein neuer Verein richtet es Verschiedene «Wiederbelebungsversuche», an welchen Rosser, langjähriges OK-Mitglied, an vorderster Front beteiligt war, scheiterten vorerst. Die erste Morgenröte zeigte sich im Frühling des vergangenen Jahres, als ein neues (noch zu konstituierendes) OK, dem auch Rosser angehörte, ein Revival des General-Guisan-Marsches ankündigte. Der Durchbruch kam im Juni 2009 mit der Gründung des Vereins General Guisan Marsch Spiez (VGGM) mit Sitz in Kandersteg. Als Präsident stellte sich der 27-jährige Thuner Oliver Schneiter zur Verfügung. Das Amt des Vizepräsidenten hat Peter Rosser inne. Daneben halten vier weitere Vorstandsmitglieder das Vereinsschiff auf Kurs. Rosser ist zugleich der Verbindungsmann zum rund 100 Vereine zählenden Volkssportverband Schweiz-Liechtenstein (VSL). Hauptaktivität ist die Organisation und Durchführung von Wanderungen über vorgegebene Strecken verschiedener Länge durch die Vereine. Aufgeteilt ist die Organisation in die Regionen Ostschweiz, Mittelland und Suisse Romande. Keine Ranglisten mehr Der traditionsreiche Anlass verliert seinen militärischen Anstrich und ist als Volkswanderung ausgeschrieben. Es gibt keine Ranglisten und Wanderpreise mehr. «Der Name General-Guisan-Marsch jedoch bleibt», freut sich Rosser. Der Marsch ist für zivile und militärische beziehungsweise uniformierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem In- und Ausland offen. Für die Wiederauflage am 1. und 2.Mai (siehe Kasten) rechnen die Organisatoren mit rund 800 Marschfreudigen. Darunter werden wiederum rund 100 Thuner Kadetten anzutreffen sein. Lokal verankert werden «Wir möchten das lokale Gewerbe im Marschgebiet als Partner gewinnen», erklärte Präsident Oliver Schneiter auf Anfrage. Erfolge in dieser Richtung könnten bereits verbucht werden, freut er sich. Einzelne Geschäftsinhaber und Restaurateure hätten sich bereit erklärt, am Start- und Zielort, dem Lötschberg-Zentrum in Spiez, sowie unterwegs die Verpflegung zu besorgen. «Weil sie teilweise auch als Kontrollposten fungieren, benötigen wir weniger freiwillige Helfer als bisher», erläutert Schneiter die schlankere Organisation. «Nachdem dieses Jahr das Organisieren des Marsches Schwerpunkt der Vorstandsarbeit bildet, soll in einem späteren Zeitpunkt eine engere Zusammenarbeit mit der Gemeinde Spiez und Spiez Tourismus angestrebt werden», blickt Schneiter in die Zukunft.Hans Kopp >

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