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Niederlande bricht Tabu und setzt auf Atomkraft

EnergieDie Niederlande kürzt die Unterstützung erneuerbarer Energien – und setzt auf neue AKW.

Der Regierungswechsel im Oktober 2010 läutet in den Niederlande auch eine energiepolitische Wende ein: Waren neue Atomreaktoren lange Zeit tabu, werden diese nun vom Mitte-rechts-Kabinett um Ministerpräsident Mark Rutte befürwortet. Wie die «Financial Times Deutschland» gestern berichtete, möchte die Regierung damit die Kosten im Energiebereich reduzieren: «Wir wollen die europäischen Ziele für erneuerbare Energien auf kosteneffizienteste Weise erreichen», erklärte das Wirtschaftsministerium. Subventionen für Offshore-Windkraft und Fotovoltaik seien damit nicht vereinbar. Die Unterstützung für erneuerbare Energien will Wirtschaftsminister Maxime Verhagen von heute 4 auf 1,5 Milliarden Euro kürzen – künftig sollen nur noch günstige Methoden wie Windparks an Land, Wasserkraft und kleine Biogasanlagen gefördert werden. Gleichzeitig mit den Streichungen fordert das Kabinett dazu auf, Anträge für neue AKW einzureichen. Wirtschaftsminister Verhagen erhofft sich bis zum Ende des kommenden Jahres Bauanträge für einen oder zwei neue Reaktoren. Die Genehmigungen sollen noch vor 2015 erteilt werden. Aktuell haben die Niederlande nur ein einziges AKW mit einer Nettoleistung von 482 Megawatt. Der neuen Strategie zum Trotz will die Regierung den erneuerbaren Energien nicht den Rücken zukehren. Laut Vernhagen verfolge man auch eine längerfristige Strategie. Diese sehe unter anderem die Förderung von Forschung und Entwicklung rund um die «teureren» Formen der erneuerbaren Energie vor. cze>

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