Nils Mani schnellster Schweizer

Wengen

Der Italiener Mattia Casse gewinnt die Europacup-Abfahrt am Lauberhorn. Drei Schweizer schaffen es in die Top Ten.

Die drei schnellsten Oberländer (v.l.): Marco Kohler (21.), Nils Mani (6. und bester Schweizer) und Lars Rösti (25.).

Die drei schnellsten Oberländer (v.l.): Marco Kohler (21.), Nils Mani (6. und bester Schweizer) und Lars Rösti (25.).

(Bild: Ueli Flück)

Mattia Casse stellte bereits im Training vom Donnerstag Bestzeit auf, am Freitag war er auch in der ersten von zwei Europacup-Abfahrten der Beste. Der Italiener war knappe 13 Hundertstelsekunden schneller als der Österreicher Christopher Neumayer.

Der Norweger Adrian Smiseth Sejersted wurde Dritter (0,49 Sekunden zurück). Drei Schweizer klassierten sich in den Top Ten: Der Berner Oberländer Nils Mani wurde Sechster, Stefan Rogentin (SC Lenzerheide-Valbella) Achter und Arnaud Boisset (SAS Lausanne) Neunter.

Mani und Casse

Der Italiener Casse und der Oberländer Mani lieferten sich schon einige Duelle am Lauberhorn. In der Weltcupabfahrt von 2018 wurde Mani 34., Casse war 2 Zehntelsekunden langsamer und belegte Rang 35. Auch 2016 war der Schweizer 41 Hundertstel schneller als der Italiener.

Mani holte als 28. noch Weltcuppunkte, Casse als 31. knapp nicht. Am Freitag war der 29-jährige Casse 0,74 Sekunden schneller, Mani lag umgerechnet 18,8 Meter zurück. Am Samstag treten die beiden Downhiller erneut gegeneinander an.

Drei Schweizer in Top Ten

Der mit der Nummer 5 gestartete Österreicher Christopher Neumayer führte das Klassement auch noch nach 25 Fahrern an. Dann verdrängte in Casse von der Spitze. Der mit der Nummer 3 gestartete Stefan Rogentin war lange Zeit schnellster Schweizer. Dann fuhr Nils Mani, als 16. gestartet, 17 Hundertstel schneller. Mit der Nummer 23 reihte sich auch noch der Waadtländer Arnaud Boisset unter den zehn Besten ein (Rang 9).

Zwei weitere Oberländer schafften es unter die 30 Besten: der Oberhasler Marco Kohler als 21. (2,31 zurück) und Lars Rösti (St. Stephan) als 25. (2,68 zurück). Zwei weitere Oberländer (wie Rösti mit Jahrgang 1998) büssten ordentlich Zeit ein. Arne Ackermann vom SAK Haslital-Brienz wurde mit 6,13 Sekunden Rückstand 58., und Luca Mani (SC Diemtigtal) belegte mit 7,01 Sekunden Rückstand Rang 63. Von den 82 Gestarteten wurden 68 klassiert.

Vorwiegend zufrieden

Nils Mani zeigte sich mit seiner Fahrt «im Grossen und Ganzen» zufrieden. Ein kleiner Fehler im untersten Teil kostete ihn eine noch bessere Klassierung. Das belegen auch die Zwischenzeiten. Nach 48 Rennsekunden lag er auf Platz 11, rückte dann mit der zweitschnellsten Abschnittszeit auf Zwischenrang 4 vor, um im Schlussteil noch zwei Plätze einzubüssen.

Ein grosses Lob sprach Mani den Pistenarbeitern aus: «Was die nach den Schneefällen geleistet haben, ist extrem gut. Die Strecke war in hervorragendem Zustand.» Folgt nun die Rückkehr in den Weltcup? «Das werden die Trainer entscheiden.» Am Samstag könnte ihnen Mani mit einem weiteren guten Rennen den Entscheid erleichtern.

Lars Rösti war sich am Ziel keines groben Fehlers bewusst. Einzig am Hundschopf sei er etwas tief geraten, und die Ausfahrt Kernen-S sei ihm nicht ganz optimal gelungen. Marco Kohler taxierte seine Fahrt als «nid schlächt». Einzig beim Canadian Corner habe er wohl Zeit verloren.

Am Samstag findet, wenn es denn das Wetter zulässt, die zweite Europacup-Abfahrt auf der 2315 Meter langen Strecke mit 550 meter Höhendifferenz zwischen dem Weltcupstart und der Wasserstation statt.

Berner Oberländer

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