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Noch lassen die Millionen auf sich warten

Amt Fraubrunnen/GstaadDie Nobelschule Le Rosey

Die gute Nachricht: Die Schüler können weiter das Ferienheim Amt Fraubrunnen in Schönried, Gemeinde Saanen, nutzen. Die schlechte: Die Gemeinden müssen länger als geplant auf die Millionen warten. 2009 beschloss der Trägerverein des Heims, das Areal an die Privatschule Le Rosey zu verkaufen. Diese will die Gebäude durch einen Neubau ersetzen. Die 13 am Verein beteiligten Gemeinden freuten sich auf ihren Anteil am Erlös von 25 Millionen Franken. Wirtschaft oder Landschaft? Jetzt stockt das Geschäft. Gemeinderat Aldo Kropf, Saanen, bestätigt eine Meldung des «Langenthaler Tagblatts», wonach die Umzonung nicht vor die Gemeindeversammlung vom 9.Dezember kommt. Im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens hätten sich Kritiker gemeldet, so Kropf. «Sie bemängeln, dass der Neubau das Landschaftsbild störe.» Zurzeit pendelt das Projekt zwischen dem kantonalen Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) und Saanen. Damit die Gemeinde über die Umzonung entscheiden kann, muss das Amt diese vorprüfen. Er hoffe, dass der Kanton die Änderung im Sinne der Gemeinde billige, so Kropf. AGR-Kadermann Arthur Stierli bestätigt, dass seine Behörde Ermessensspielraum habe. Doch: «Es ist unsere Aufgabe, die Interessen abzuwägen, jene der Gemeinde gegen jene des Landschaftsschutzes.» Termine wollen weder der Kanton noch die Gemeinde nennen. Zurückhaltend gibt sich auch die Schule. Man halte am Projekt fest, heisst es bei Le Rosey, und hoffe, dass die Stimmberechtigten im April darüber entscheiden könnten. Die ungewisse Zukunft belastet den Trägerverein. Weil die Schulen und andere Nutzer langfristig planen wollen, kann er sein Heim schlechter vermieten. «Wir sind schwächer ausgelastet als früher», erklärt Vereinspräsident Walter Bandi. Abgesprungen ist zum Beispiel die Institution Hotel- und Gastro-Formation mit ihren Kochkursen. Die Schulen der Trägergemeinden haben sich noch nicht entschieden. Sicher ist gemäss Bandi, dass Utzenstorf seine Lagerwoche 2012 im Wallis durchführt. Der Verein geht davon aus, dass er das Haus mindestens bis im Frühling 2014 anbieten kann. Walter Bandi: «Wir hoffen, dass wir mit dieser Garantie Mieter zurückholen können.» Peter Steiger>

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