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Nudeln auf Feuerland

Beat Feuz (23) aus Schangnau im Emmental ist Mitglied

Seit zweieinhalb Wochen befinden wir uns im argentinischen Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt. Die Bedingungen sind ausgezeichnet – so gut wie noch nie, seit ich dabei bin. Von der Abfahrt abgesehen, kann man hier alles trainieren. Das Spektrum der Unterlage reicht von weich bis eisig, es gibt Natur- und Kunstschneepisten. Unsere Trainingsgruppe, die von Sepp Brunner geleitet wird, besteht aus Dani Albrecht, Carlo Janka, Sandro Viletta und mir. Marc Berthod, Marc Gini und Markus Vogel sind in die neue Gruppe umgeteilt worden, die von Reto Schläppi betreut wird und das Sommertraining zuhause auf dem Gletscher absolviert. An der guten Stimmung hat sich nichts geändert. Janka ist wie üblich ein guter Gradmesser, von seiner leidigen Virusgeschichte spürt man jedenfalls nichts. Und Albrecht kommt von Tag zu Tag besser in Schwung; er fährt viel besser als vor einem Jahr. Weil wir weniger Fahrer als früher, aber gleich viele Betreuer dabei haben, können wir individueller und dadurch exakter arbeiten. Mit meiner Verfassung bin ich zufrieden. Es ist von Vorteil, eine Saison in den Beinen zu haben; im letzten Sommer hatte ich nach meinen Knieverletzungen praktisch bei null begonnen. Am stärksten spüre ich den Unterschied im Slalom, meiner Sorgendisziplin. Ich hoffe, dass sich die Fortschritte auf meine Resultate in der Super-Kombination auswirken werden. Abseits der Pisten ist die Infrastruktur bescheiden. Im Hotel haben wir einen Raum mit Hometrainern, dort machen wir auch die Videoanalysen. Gelegentlich gehen wir in eine Turnhalle, die eher an eine grosse Blechbüchse erinnert. Für ein Fussballspiel reicht es, aber viel mehr lässt sich nicht machen. Die Ernährung ist anders als üblich, wir essen hier viel Fleisch. Weil die Italiener im gleichen Hotel wohnen, sind wir wenigstens nicht die einzigen, die Teigwaren bestellen. Es klingt blöd, aber auf Feuerland weiss längst nicht jeder, was Nudeln sind.Aufgezeichnet: mjs>

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