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Nun kann sich die Windenergie in der Region Emmental entfalten

WindkraftAus Sumiswald und Trachselwald kamen zwar ablehnende Voten. Dennoch hat die Region Emmental die vier vorgeschlagenen Perimeter zur Erstellung von Windkraftanlagen an der Mitgliederversammlung bewilligt.

Der Regierungsrat des Kantons Bern will Wildwuchs verhindern und fordert, dass Windkraftanlagen auf geeignete Standorte zu konzentrieren seien. Zusammen mit den Regionen Bern und Oberaargau hat die Region Emmental einen entsprechenden Richtplan erarbeitet und auf ihrem Hoheitsgebiet vier geeignete Perimeter bestimmt (wir berichteten). Vorgestern Abend sind diese Gebiete an der Mitgliederversammlung des Vereins Region Emmental in Heimiswil genehmigt worden. Mit 60 Ja- zu 9 Nein-Stimmen – bei 4 Enthaltungen – erfolgte dieser Beschluss deutlich, aber nicht einstimmig. Gegen den Richtplan ausgesprochen hatte sich die Gemeinde Sumiswald. Deren Sprecher, Gemeinderat Fritz Steffen, votierte: Der Bedarf an erneuerbaren Energiequellen sei ständig am Wachsen. Unter diesem Vorzeichen sei es nicht verständlich, dass Windkraftanlagen durch «diverse Interessengruppen» sollten bestimmt und gesteuert werden können. Es mache doch mehr Sinn, solche Anlagen frei von allzu einschränkenden Vorgaben dort zu bauen, wo initiative Kräfte am Werk seien. Im Entlebuch habe man bewiesen, dass Einzelanlagen, die nicht in einen Windpark eingebettet seien, ebenfalls einen wertvollen Beitrag leisteten. «Mit unserem Nein zum Richtplan möchten wir das Terrain für eine offene und wohlwollende Diskussion über alternative Energie ebnen», betonte der Votant. Grenzen nicht erweitert Diese Diskussion blieb an der Versammlung jedoch aus. Einzig Trachselwald steuerte eine weitere ablehnende Wortmeldung zum Richtplan bei: Man war gegen das Planwerk, weil das Gesuch um Erweiterung des Perimeters Schonegg nicht genehmigt worden war. In diesem Gebiet hatten Leute signalisiert, ein Windrad aufstellen zu wollen; der vorgesehene Standort lag jedoch ausserhalb der gezogenen Grenzen, hätte also noch eingegliedert werden müssen. Veto der Landschaftsschützer Mit ihrem Ja zum Richtplan hat die Regionsversammlung nun grünes Licht für Windkraftanlagen in den Perimetern Vechigen, Wynigenberge/Eich, Schonegg und Surmettlen/Girsgrat gegeben. In seinem Vorprüfungsbericht hatte der Kanton diesen Räumen ebenfalls zugestimmt. Die Stiftung für Landschaftsschutz hingegen war nicht durchgedrungen: In ihrem Mitwirkungsbericht hatte sie drei der genannten Perimeter als inakzeptabel bezeichnet und lediglich für den Raum Vechigen Verhandlungsbereitschaft gezeigt. Eine kleine landschaftsschützerische Retouche wurde allerdings vorgenommen: Wie aus dem Vorprüfungsbericht des Kantons hervorgeht, wurde Hinter Blapbach aus dem Perimeter Surmettlen gestrichen. Würden hier Windgeneratoren aufgestellt, könnte dies die Sicht auf den Rämisgummen, der als Naturdenkmal von nationaler Bedeutung gilt, beeinträchtigen. Hans Herrmann >

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