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Nur ein knappes Ja

BönigenNach Matten hat auch Bönigen den Beitritt zur Schulsozialarbeit beschlossen. An der Gemeindeversammlung wurde weiter das neue Erscheinungsbild Bönigens präsentiert und die Rechnung genehmigt.

73 Bürgerinnen und Bürger konnte Gemeindepräsident am Freitagabend begrüssen. Anders als am Vortag in Matten gab das Projekt Schulsozialarbeit nur wenig zu reden. Gemeinderat Peter Feller wies auf die zunehmenden sozialen Probleme an den Schulen hin. Die Schulsozialarbeit diene der Früherkennung und biete für Schüler, Lehrer und Eltern eine niederschwellige Anlaufstelle. Dank ihr könnten sich die Lehrer «wieder vollumfänglich auf ihre Kernaufgabe konzentrieren». Mit frühzeitigen, präventiven Interventionen könnten gesellschaftliche Mehrkosten eingespart werden. Die Kosten für den dreijährigen Versuch bezifferte er für Bönigen auf 57750 Franken pro Jahr. Es gebe bereits genügend Institutionen für soziale Probleme, es brauche keine zusätzliche Stelle, erklärte Christian Michel und beantragte Ablehnung. Schulleiterin Anna Zwahlen verglich die Schulsozialarbeit mit einem Brandmelder. Sie helfe Probleme frühzeitig zu erkennen und auf tiefem Niveau zu lösen. Mit 36 zu 28 Stimmen und einigen Enthaltungen erfolgte die Zustimmung relativ knapp. Nun müssen noch Unterseen und Interlaken Stellung zum gemeinsamen Projekt nehmen. Positive Rechnung 2010 Finanzvorsteher Ueli Michel erklärte, statt mit dem budgetierten Defizit von 190820 Franken schliesse die Rechnung mit einem Ertragsüberschuss von 34878 Franken ab. Das Eigenkapital beträgt rund drei Millionen Franken. Mit dem Abschluss sei er zufrieden, sagte Michel, warnte aber vor einer ungewissen Entwicklung. Aufgrund der Finanzplanung seien schlechtere Ergebnisse zu erwarten. Nach zusätzlichen Erläuterungen durch Finanzverwalter Walter Maurer wurde die Rechnung einstimmig gutgeheissen. Das Hochwasserschutzprojekt «Schutzdämme Bönigen» der Schwellenkorporation Bödeli Süd bedinge die Verlegung der Gsteigstrasse auf einer Länge von 500 Metern, erläuterte Gemeinderat Ernst von Bergen. Das koste 320000 Franken, davon könnten 210000 Franken an das subventionierte Wasserbauprojekt angerechnet werden. Für den Mehrwert müsse die Gemeinde als Eigentümerin 110000 Franken übernehmen. Oppositionslos wurde der Kredit bewilligt. Wegen der Einführung der Tagesschule wurde das Reglement angepasst. «Es geht nicht um die früher beschlossene Einführung der Tagesschule», antwortete Gemeindepräsident Seiler einem kritischen Votanten. Mit einer Gegenstimme wurde die Änderung beschlossen. Neuer visueller Auftritt Gemeindeschreiber Stefan Frauchiger stellte den neuen visuellen Auftritt vor, der mit Bönigen Tourismus, der Burgergemeinde und Nufer Grafik, Wilderswil, entwickelt worden war. Unter dem klaren Schriftzug Bönigen steht in Hellblau «am Brienzersee», symbolisch wird auf Berge und den See hingewiesen. Die Gemeinde wird wie bisher zusätzlich das Gemeindewappen verwenden.Robert Aemmer>

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