Zum Hauptinhalt springen

NUR IN LANGENTHAL

Hohe Trottoirs Wer durch Langenthal geht, wundert sich. Die Trottoirs sind gut einen Meter höher als die Strasse. Die eigenartige Bauweise hat ihren Grund: In der Vergangenheit hielt die Langete die Kleinstadt immer wieder in Atem. Eigentlich ist das Flüsschen, das Stadt und Tal den Namen gibt, ein zahmes Wasser. Doch bei heftigen Regengüssen wird die Langete zum wilden Fluss. Lange gab es nur einen Ausweg: einen Notablass durch die Stadt. «Die Langete kommt!», hiess es dann. Zum Gaudi der Kinder und zum Ärger der Geschäftsleute, die ihre Auslagen nachher vom Schlamm befreien mussten. Postkarten aus jener Zeit zeigen Langenthal als Klein-Venedig mit hohen Trottoirs und Wasser in den Gassen. Ende August 1975 kam die Langete so massiv, dass sie Schäden von 60 Millionen Franken anrichtete. Die Initialzündung für den Bau eines Entlastungsstollens: Seit 1991 wird das Hochwasser der Langete vor Langenthal aufgefangen und erst unterhalb der Stadt der Aare zugeführt. Geblieben sind die hohen Trottoirs – als Erinnerung an eine Zeit, als Langenthal noch ein kleines Venedig war.Stefan Aerni>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch