Bald wird die Nacht wieder zum Tag

Langenthal

Mehr als zwanzig Anlässe in fünf Häusern warten auf die Besucher der Kulturnacht Langenthal vom 20. Mai. Die Institutionen der Regionalen Kulturkonferenz (RKK) konnten erneut ein vielseitiges Programm auf die Beine stellen.

Spielt im Chrämerhuus im Trio auf: Musiker Hank Shizzoe.

Spielt im Chrämerhuus im Trio auf: Musiker Hank Shizzoe.

(Bild: Patrick Gutenberg)

In Langenthal öffnen die RKK-Häuser nächste Woche zum zwölften Mal mit der Kulturnacht gratis ihre Türen. Von Ausstellungen, Konzerten und Lesungen über das Kabarett und den Slam-Battle bis hin zur Stadtrundfahrt der künstlerischen Art: Die fünf Kulturhäuser Chrämerhuus, Kunsthaus, Museum, Regionalbibliothek und Stadttheater haben ein vielseitiges Programm mit mehr als zwanzig Punkten zusammengestellt.

Alltäglicher Wahnsinn

Im Kulturzentrum Chrämerhuus kramt der Berner Autor Lorenz Pauli in seiner Geschichtenkiste, spielt der Sänger und Gitarrist Hank Shizzoe im Trio auf, ­wecken Wynu und BriDJet auch zu später Stunde noch einmal den Tanzbären im Kulturnachtschwärmer. Tief hinab in die Abgründe des alltäglichen Wahnsinns zwischen Winterthur und Langenthal taucht das Liedermacherduo Bastler und Grautier mit dem Einheimischen Fäbu de Rölli und seinem Bühnenpartner Jan Bastler.

Im Kunsthaus setzen sich derweil die Ausstellungen der Genferin Lauren Huret und der Zürcher Mediengruppe Bitnik mit künstlicher Intelligenz auseinander. Kinder können sich in einem Workshop ihren eigenen Zeichnungsroboter bauen. Der Langenthaler Slampoet Valerio Moser nimmt es gegen Chatroboter auf, und die One-Man-Band Antenna Tony Monorail rockt die Maultrommel.

Im Museum ist die Kulturnacht diesmal ganz in Melchnauer Hand. Das aktuelle Regionalfenster führt von den Grünenbergern bis ins Dorf der Gegenwart. Es werden Spezialitäten aus der Dorfchäsi und vom Liebu-Beck aufgetischt. Peter Graber und ­Peter Roth bringen ein Stück Melchnau in Form eines Sketchs zur Aufführung, und Sabina ­Weyermann sowie Peter Ehinger an den Flöten spielen mit Rainer Walker am Akkordeon vereint zum Grünenberg-Trio auf.

Letzter Gang durchs Theater

Eröffnet wird die zwölfte Kulturnacht im Museum passend vom Jodlerklub Melchnau. Für den Ausklang sorgt indes die Solothurner Stadtführerin Marie-Christine Egger mit ihren Schreckmümpfeli.

In der Regionalbibliothek ­laden unter anderem Eveline Dietrich und Robert Stofer als Jobert und Pancetta mit der «grauen Spinne» zum Bühnenerlebnis der skurrilen Art. Der Emmentaler Slampoet und Liedermacher Peter Heiniger breitet sein Sammelsurium an Texten aus, begleitet vom Burgdorfer Schlagzeuger Nik Menz.

Im Zeichen des Aufbruchs steht die Kulturnacht 2016 im Stadttheater: Der letzte Vorhang ist dort bereits gefallen, die letzten Räumungsarbeiten sind im Gang. Ab Juni wird das Haus saniert. Rund tausend Artikel können an der Kulturnacht bei einem letzten Gang durchs fast hundertjährige Gebäude an einem Flohmarkt ergattert werden, vom Scheinwerfer über Möbel bis hin zum Feuerwehrschlauch.

Wiederum beteiligt ist an der Kulturnacht ausserdem die Galerie Leuebrüggli mit einer Ausstellung von Florence Rometsch (Basel), Karin Stauffer (Balsthal) und Beat Wälchli (Aarwangen) und unter Mitwirken von Chor und Ensemble der Gartenoper Langenthal.

Und die Schulsternwarte, mittlerweile eine der modernsten des Landes, gibt Einblick in ihre neue Infrastruktur und ermöglicht Blicke auf Planeten und fremde Galaxien, wie sie bisher nicht möglich gewesen sind.

Das gesamte Programm ist abrufbar unter www.langenthal.ch sowie an der Kulturnacht in allen beteiligten Häusern.

pd

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