Bundesrat genehmigt Spurausbau

Der Bundesrat gibt grünes Licht für den A 1-Ausbau. Die Kosten für das Projekt, das auch die Umgestaltung der Anschlüsse Wangen an der Aare und Niederbipp vorsieht, werden mit 818 Millionen Franken angegeben.

Die Autobahn auf der Höhe Wangen an der Aare wird ausgebaut.

Die Autobahn auf der Höhe Wangen an der Aare wird ausgebaut.

(Bild: Thomas Peter)

Um die täglichen Verkehrsstaus und Überlastungen zu reduzieren, soll die Autobahn A 1 zwischen den Verzweigungen Luterbach und Härkingen SO von vier auf sechs Spuren ausgebaut werden. Der Kanton Bern hat dem Vorhaben, unter dem Vorbehalt, dass flankierende Massnahmen getroffen werden, bereits früher zugestimmt.

Am Freitag nun teilte der Bundesrat mit, dass er dem generellen Projekt mit dem Spurausbau und gleichzeitigen Instandsetzung und Erneuerung des gesamten Abschnittes zugestimmt hat.

Weiter gab er bekannt, dass sich die Kosten für das Vorhaben auf rund 818 Millionen Franken belaufen. Das Projekt wird aus dem für die Engpassbeseitigung im Infrastrukturfonds vorgesehenen Kredit und dem Budget für den Unterhalt finanziert.

Mindestens 6 Jahre Bauzeit

Der Ausbau des 22 Kilometer langen Teilstücks beinhaltet neben der Erweiterung der Fahrstreifen vor allem die Verzweigungen ­Luterbach und Härkingen. Doch auch der Oberaargau ist tangiert: So sollen neben den Autobahn­anschlüsse Oensingen und Egerkingen SO auch jene in Wangen/Wiedlisbach und Niederbipp umgestaltet werden.

Hier kommt es aufgrund der erschwerten Knoteneinfahrten für vortrittsbelastete Linksabbieger immer wieder zu langen Wartezeiten und Sicherheitsproblemen in den Spitzenstunden. Weshalb nun bei diesen Anschlüssen der Bau von einstreifigen Kreiseln an beiden Teilknoten geplant ist. Zudem werden bei Wangen an der Aare und Oberbuchsiten SO zwei Wildtierkorridore erstellt.

Um das künftige Verkehrsaufkommen, das durch den Spurausbau entsteht, bewältigen zu können, sind der Neubau der SBB-Unterführung in Oberbipp, eine dritte Aarebrücke bei Wangen und ein neues Überführungsbauwerk bei Härkingen vorgesehen.

Hinzu kommen Lärmschutzmassnahmen und neue Strassenabwasserbehandlungsanlagen. Bei den Kunstbauten müssen 34 Objekte instandgesetzt, 9 Objekte verbreitert und 13 ersetzt ­werden.

Die Bauzeit für das gesamte Projekt beträgt mindestens sechs Jahre. Der Baubeginn ist ab dem Jahr 2022 geplant. Die öffentliche Auflage der Pläne zum Autobahnausbau ist für 2017 vorgesehen.

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