Daetwyler verkauft ein Standbein

Bleienbach

Die amerikanische Gleason Corporation übernimmt das Zahnrad-Geschäft.

«Wir haben sehr hart daran gearbeitet, das passende Unternehmen zu finden», beteuert Ralph Daetwyler, Geschäftsführer der Daetwyler Global Tec. <br><em>(Archivbild/Thomas Peter)</em>

«Wir haben sehr hart daran gearbeitet, das passende Unternehmen zu finden», beteuert Ralph Daetwyler, Geschäftsführer der Daetwyler Global Tec.
(Archivbild/Thomas Peter)

Chantal Desbiolles

Der weltweit führende Anbieter von Verzahnungsmaschinen und Produktionssystemen, die Gleason Corporation, stösst in den Oberaargau. Die amerikanische Gruppe übernimmt von Daetwyler den Unternehmensbereich Fässler: Unter dieser Marke werden unter anderem Zahnrad-Honmaschinen, Spannelemente und Werkzeuge für die hochpräzise Hartbearbeitung von Zahnrädern hergestellt.

Für Gleason, führend in der Entwicklung und dem Vertrieb von Zahnraddesign-Software, Verzahnungs- und Messmaschinen, eine gesuchte Erweiterung. Die Gruppe ist international tätig und betreibt Standorte in Studen und Bubikon. Mit Daetwyler verbindet Gleason eine «lang währende Zusammenarbeit».

Neue Tochtergesellschaft

Die Unterschriften unter den Vertrag mit Daetwyler Industries AG und der MDC Max Daetwyler AG wurden gemäss Mitteilung gestern Dienstag gesetzt. Die Übernahme werde im April abgeschlossen sein. Sie wurde als sogenannter Asset Deal aufgegleist; die einzelnen Güter und Verbindlichkeiten werden nur mit Zustimmung des jeweiligen Vertragspartners einzeln an den Käufer transferiert. Zum Kaufpreis machen die Parteien keine Angaben.

Alle 70 Mitarbeitenden sowie das bestehende Managementteam sollen von der neuen Tochtergesellschaft Gleason Switzerland AG übernommen und an den derzeitigen Standorten in Bleienbach und Dietikon weiterbeschäftigt werden.

Erhalt lokaler Arbeitsplätze

«Wir haben sehr hart daran gearbeitet, das passende Unternehmen zu finden», wird Ralph Daetwyler, Geschäftsführer der Daetwyler Global Tec, in der Mitteilung zitiert. Eines, das diese Produktlinie nicht nur weiterentwickle, sondern auch die Arbeitsplätze im Oberaargau und in Dietikon erhalten möchte und so weiterhin einen Beitrag zur lokalen Wirtschaft leiste. Die übrigen Divisionen der Daetwyler-Gruppe mit ihren weltweit rund 440 Mitarbeitern sind von dieser Übernahme nicht betroffen.

Langenthaler Tagblatt

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