Das ARA-Projekt ist auf Kurs

Dürrenroth

Der Anschluss der ARA Region Affoltern-Dürrenroth-Walterswil an die Abwasserregion Langenthal wird immer konkreter.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Gemeinde Dürrenroth das Grundstück der ARA übernimmt.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Gemeinde Dürrenroth das Grundstück der ARA übernimmt.

(Bild: Thomas Peter)

Martin Burkhalter@M_R_Bu

Es geht zügig voran. Vor genau einem Jahr hat die Verwaltungskommission der ARA Region Affoltern-Dürrenroth-Walterswil laut über einen Anschluss an die Abwasserregion Langenthal (Zala) nachgedacht. Bereits einen Monat später sprachen die Abgeordneten einen Kredit von 115'000 Franken für ein entsprechendes Vorprojekt.

Bereits ist dieses abgeschlossen. Der Anschluss an die Zala AG kostet wie vorgesehen rund 3,65 Millionen Franken und beinhaltet die Sanierung und Neulegung von Leitungen (wir berichteten). Abzüglich der Subventionen von Bund und Kanton muss der ARA-Verband mit Kosten von rund 2,95 Millionen Franken rechnen. Das kann er aus eigener Kraft mit bisherigen Rückstellungen finanzieren.

Bis zu 500 Franken sparen

Das Vorprojekt bestätigt auch die erwarteten Einsparungen von rund 40 Prozent der Betriebskosten, die durch den Anschluss gemacht werden können. Reto Rettenmund, Präsident des Gemeindeverbandes, hat ausgerechnet: Eine vierköpfige Familie könnte 420 bis 500 Franken pro Jahr einsparen.

Etwas hat sich während der Planung doch geändert. Der Verlauf der geplanten Leitung zwischen Dürrenroth und Schweinbrunnen führt neu nicht mehr entlang des Rothbaches und der Bahnschienen, sondern rechts der Hauptstrasse direkt über Kulturland. Die Leitungen ab Schweinbrunnen bis Möösli Wyssachen werden erneuert.

Dort folgt der Anschluss an das Netz der Zala. Die neue Leitung soll nicht konventionell, sondern mittels Bohrverfahren eingebracht werden, was laut Rettenmund das Land schont.

Bisher war auch unklar, was mit dem Grundstück der ARA Dürrenroth passieren soll. Nun hat die Gemeinde Interesse angezeigt, dieses zu nutzen. So könnte die darin platzierte Tierkadaverstelle erhalten bleiben.

Als nächstes werden die Gemeindeversammlungen in Affoltern, Dürrenroth und Walterswil über die Verträge abstimmen. Ende November entscheidet die Abgeordnetenversammlung des Verbandes über den Investitionskredit von 3,65 Millionen Franken. Bei einem viermaligen Ja wird das Baugesuch eingereicht. Die Inbetriebnahme im Frühling 2021 gilt als realistisch.

Berner Zeitung

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