Zum Hauptinhalt springen

Das Kieswerk rüstet sich für die Zukunft

Die Firma K. + U. ­Hofstetter muss ihre ­sanierungsbedürftige Anlage ­in Berken ersetzen. Hierfür werden Teile eines bestehenden Werks aus Rosshäusern wieder­verwendet.

Im Kieswerk in Berken werden bis Ende dieses Jahres Erneuerungen durchgeführt.
Im Kieswerk in Berken werden bis Ende dieses Jahres Erneuerungen durchgeführt.
Olaf Nörrenberg

Seit über 50 Jahren betreibt die Firma K. + U. Hofstetter in Berken ein Kies- und Betonwerk. Die Anlage an der Heimenhausenstrasse wurde seither laufend modernisiert. Trotzdem ist die Kieswerkanlage mittlerweile in die Jahre gekommen. «Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem wir komplett erneuern müssen», sagt Daniel Brunner, Bereichsleiter Betriebe. Eine Sanierung käme zu teuer. «Es lohnt sich, die Anlage jetzt abzu­reissen.»

Neue Möglichkeiten

Zumal der Ersatz schon bereitsteht: ein 4-jähriges Kieswerk, das eigens für den Bau des Bahntunnels auf der Strecke Bern–Neuenburg bei Rosshäusern temporär erstellt worden ist. Dieses sei neuwertig, so Brunner. Sowohl die Maschinen als auch die ganze Fassade liessen sich problemlos in ihre Einzelteile zerlegen und anschliessend mit rund 30 Sattelschleppern an ihren neuen Standort in Berken transportieren. Dort wird die Anlage neu aufgebaut, leicht ­modifiziert und laut Daniel Brunner anschliessend noch für rund 30 bis 40 Jahre ihren Dienst tun.

Beim neuen Kieswerk handelt es sich um eine moderne Anlage, die es der Firma K. + U. Hofstetter erlaubt, zwei Abwasserreinigungsanlagen mit unabhängigen Wasserkreisläufen zu installieren. Die zusätzliche Kläranlage ermöglicht es, dass in Berken neu nicht nur natürlicher Kies, sondern auch Recyclingbaustoffe aufbereitet werden können. Es handelt sich dabei um soge­nannten Mischabbruch, der beim Rückbau von Wohngebäuden und Industrieanlagen anfällt.

Die Aufbereitung dieses Materials sei mit einem wesentlich grösseren Aufwand verbunden, sagt Brunner. Dennoch bringt es der Firma K. + U. Hofstetter einen grossen Vorteil: «Wir können so unsere Ressourcen, also das natürliche Kiesvorkommen, schonen.» Dies sei, gerade angesichts der Tatsache, dass es schwieriger geworden sei, neue Abbaubewilligungen zu erhalten, eine wichtige Investition in die Zukunft des Unternehmens. Zur Veranschaulichung: In Berken werden künftig jährlich noch 95 000 Tonnen Rohkies gefördert. Das sind 5000 Tonnen weniger als aktuell. Der Rest wird durch die Aufbereitung des Mischabbruchs aufgewogen.

Der Umschlag- und Aufbereitungsplatz für Rohstoffe aus dem Rückbau von Gebäuden und Strassen wird in Berken seit etwa 15 Jahren von der Firma Werag, Wertstoffe aus Rückbau AG, ­betrieben. Das Baugesuch, das noch bis zum 16. April öffentlich aufliegt, sieht vor, dass die bestehende Umschlagfläche für die Werag vergrössert wird.

Kosten: Eine Million

Mit den Bauarbeiten wird voraussichtlich im Juni begonnen. Sodass die neue Anlage Ende dieses Jahres in Betrieb genommen werden könnte. Die bestehenden Maschinen werden in einer ersten Bauphase weiterhin in Betrieb bleiben und erst später, wenn der Abriss ansteht, abgeschaltet. «Die Phase, in der kein Kieswerk in ­Betrieb ist, wird mit dem Lager überbrückt», so Brunner.

Die Baukosten für das Projekt belaufen sich auf eine Million Franken.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch