Das Open Air im Park wird grüner

Herzogenbuchsee

Das «Earthquake» hält in diesem Jahr ­einige Veränderungen bereit: Es wird nicht nur familien-, ­sondern auch umweltfreundlicher.

Im Gemeindepark «bebt» nächste Woche wieder die Erde.

Im Gemeindepark «bebt» nächste Woche wieder die Erde.

(Bild: Hans Wüthrich)

«Wir gehen mit der Zeit», sagt ­Jonas Jakob, der Medienverantwortliche des Earthquake Open Airs in Herzogenbuchsee. Gemeint ist das neue Nachhaltigkeitskonzept, welches das Organisationskomitee für die 17. Durchführung des Events kommende Woche formuliert hat. Dieses sieht vor, dass am Open­ Air im Gemeindepark zum ersten Mal vollständig auf Einwegplastikbecher verzichtet wird. «Wir stellen komplett auf Mehrwegbecher um», sagt Jakob. Dies bedeute zwar einen Mehraufwand, seien doch die Einwegbecher bisher immer gesponsert worden. «Es ist klar: Wir müssen dafür Geld in die Hand nehmen.» Die Einwegbecher seien jedoch nicht ökologisch und einfach nicht mehr zeitgemäss. «Dabei denken wir im OK alle grün.»Das grosse Ziel sei es, sagt Jonas Jakob, dass in diesem Jahr nur «ein paar 100-Liter-Säcke» mit Abfall entstehen. Bisher hätten sie jeweils immer eine ganze Mulde füllen können.

Teil des neuen Konzepts, das von der Universität Bern bereits mit dem Label «Sustainable Event Management» ausgezeichnet worden ist, sind auch inno­vative Komposttoiletten. Diese funktionieren mit Sägemehl und sparen so Hunderte Liter an Wasser ein. Und das absolut chemiefrei. Für Jonas Jakob ist denn auch jetzt schon klar: «Wir werden auch in Zukunft am Konzept festhalten.» Und finanziell, da ist er sich sicher, seien die Umstellungen tragbar.

Den Nachmittag forciert

Sich für jede Ausgabe etwas Neues einfallen zu lassen, dies habe beim Earthquake mittlerweile Tradition, sagt Jonas Jakob. Dementsprechend hat sich das neunköpfige OK auch diesmal wieder Gedanken zur Durchführung gemacht. Ganz bewusst habe man aber darauf verzichtet, den Event zu vergrössern oder das Programm auf mehrere Tage auszuweiten, erzählt Jakob. Stattdessen habe man sich entschieden, das Angebot am Samstagnachmittag auszubauen und damit noch mehr Kinder und Familien anzusprechen. «Schliesslich soll es ein Open Air für alle sein.» Den Auftakt um 14.30 Uhr machen Simu Fankhauser und Tom Gisler mit dem Kinderprogramm «Pumpelpitz», das für die Besucher kurzweiligen Mundartpop bereithält. Um 16 Uhr zeigen dann diverse Formationen der Oberaargauischen Musikschulen Herzogenbuchsee und Langenthal auf der grossen Bühne ihr Können. Umrahmt wird der Nachmittag von «Spiel und Spass» mit der offenen Kinder- und Jugendarbeit Herzogenbuchsee und Region. «So können wir den Park hoffentlich schon früher füllen», sagt Jakob. Viele der Jugendlichen würden nämlich erst später für das Abendprogramm anreisen. Dieses beginnt um 17.30 Uhr mit der südafrikanischen Band The Shabs.

Ein Besucher-Garant

Den Fokus haben die Organisatoren erneut auf die regionalen Acts gelegt. So stehen in diesem Jahr unter anderem die Grossformation Wazomba aus Langenthal und die Cross-over-Band Freezes Deyna aus Solothurn auf der Bühne. Als Headliner heizt zudem der Langenthaler Rapper Knackeboul dem Publikum ein. Er wird am Earthquake sein neustes musi­kalisches Werk «Asimetrie» vorstellen, das nur einen Tag vorher erscheint. «Knackeboul ist unser Garant für viele Besucher», sagt Jonas Jakob. Er hofft, dass das Wetter mitspielt und vielleicht wieder so viele Leute den Weg ans Earthquake finden wie 2015. Damals zog es bei idealen Wetterbedingungen insgesamt 2848 Besucher in den Gemeindepark – ein Rekord.

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