Das Quartier im Park wird konkret

Langenthal

Nach Verzögerungen soll die Überbauung Blumenau im Park der Villa Geiser in Angriff genommen werden. Mehr als die Hälfte der Wohnungen der ersten Bauetappe seien verkauft, heisst es. Aktuell liegt noch eine Projektänderung auf.

Ab Frühling 2016 dürfte die Realisierung der Überbauung Blumenau Leben in den Park der Villa Geiser am Rumiweg bringen. Vorerst sollen zwei von total fünf kubischen Wohngebäuden gebaut werden. Die ersten Wohnungen sind laut Makler Peter Schick im Frühjahr 2017 bezugsbereit.

Ab Frühling 2016 dürfte die Realisierung der Überbauung Blumenau Leben in den Park der Villa Geiser am Rumiweg bringen. Vorerst sollen zwei von total fünf kubischen Wohngebäuden gebaut werden. Die ersten Wohnungen sind laut Makler Peter Schick im Frühjahr 2017 bezugsbereit.

(Bild: Visualisierung/zvg)

Patrick Jordi@jordipatrick

Mannshohes Gestrüpp statt moderne Wohngebäude: Wer einen Blick in den Park der Villa Geiser am Rumiweg wirft, entdeckt nach wie vor rankende Pflanzen und wuchernde Büsche. Der Start der Überbauung Blumenau hat sich verzögert. Das Projekt sieht bei der Villa auf der ehemaligen ­Rumimatte fünf neue Mehrfamilienhäuser mit total 36 Eigentumswohnungen vor. In einer ersten Etappe sollen zwei Gebäude mit 12 Wohnungen realisiert werden. Das neue Quartier umfasst rund 11 000 Quadratmeter.

Im Frühjahr solls losgehen

Nun scheint das Warten ein Ende zu haben. Ab Frühling 2016 soll die Überbauung Blumenau Formen annehmen. Zunächst würden gewisse Vorbereitungsarbeiten verrichtet, sagt Peter Schick, dessen Langenthaler Immobilienzentrum mit dem Verkauf der Eigentumswohnungen betraut ist. Zu den Vorbereitungen gehöre etwa die teilweise Rodung des Areals. Bezugsbereit seien die ersten Wohnungen im Frühjahr 2017. Mehr als die Hälfte der 12 Wohnungen der ersten Etappe seien mittlerweile verkauft, sagt Peter Schick. Unabhängig von weiteren Verkäufen solle nun der Baustart erfolgen.

Gemäss einem Inserat im aktuellen Anzeiger stehen noch 3 1/2- und 4 1/2-Zimmer-Wohnungen zum Verkauf. Die Dreieinhalber sind ab 517 000 Franken, die Viereinhalber (Attika) ab 1,037 Millionen zu haben. Im Preis inbegriffen ist die exklusive Wohnlage. Durch den Park der Villa Geiser fliesst ein natürliches Bächlein. Das Stadtzentrum, Naherholungsgebiete und das Schwimmbad befinden sich in unmittelbarer Nähe.

Eine moderne architektonische Sprache soll in die Überbauung Blumenau einfliessen. Pro Gebäude entstehen zwei Attikawohnungen. Diese kommen im zweiten beziehungsweise dritten Obergeschoss in würfelförmiger Ausgestaltung zu liegen. «Das Spiel von Vor- und Rücksprüngen gibt dem Quartier seinen unverkennbaren Charakter», heisst es in der Verkaufsdokumentation. Die ursprüngliche Parklandschaft der Villa werde in der Gestaltung des Aussenraumes «weitestgehend aufgenommen».

Projekt erfährt Änderung

Derweil der Baubeginn näherrückt, erfährt die Überbauung Blumenau noch eine Projekt­änderung. Davon zeugte letzthin eine Publikation im Anzeiger. Die Änderung betrifft zum einen die geplante Einstellhalle. Diese soll vergrössert und gewisse Kellerbereiche angepasst werden.

Gemäss den Gesuchsakten soll die Einstellhalle in Richtung Villa Geiser erweitert werden. Das schützenswerte Gebäude mit Baujahr 1925 soll unterirdisch mit einem Zugang erschlossen werden. Vorgesehen ist die Anbindung der Einstellhalle an einen bestehenden Fluchttunnel der Villa.

Geändert werden soll zum andern die Nutzung der Garage der Villa Geiser. Anstatt Fahrzeuge sollen in einem der beiden Nebenbauten künftig Garten­geräte gelagert werden können. Die Umnutzung erfolgt ohne bauliche Massnahmen.

Änderungen betreffend die Villa dürften jedoch mit einiger Sicherheit die Denkmalpflege interessieren. Mit einer entsprechenden Reaktion rechnet Immobilienmakler Peter Schick. Die Einschränkungen seien relativ gross. Man wolle herausfinden, was aus Sicht der Denkmalpflege bei der Villa Geiser möglich sei und was nicht.

Kein Käufer für Villa gefunden

Über Monate war die Villa ausgeschrieben. «Diverse Interessenten» habe es gegeben, sagt Schick. Verkauft ist das sanierungsbedürftige Gebäude aber nach wie vor nicht. Gemäss den Bauplänen wird die Villa Geiser dereinst inmitten von Mehrfamilienhäusern stehen. Künftige Nutzer werden zwangsläufig exponiert sein.

Dennoch wäre laut Peter Schick eine Form von Wohnen das Beste für die Villa. Der Immobilienexperte denkt unter anderem an eine Alterswohngemeinschaft oder an ein kleines Geschäft, gepaart mit Wohnungen. Eine Arztpraxis oder dergleichen sei wegen der Parkier­situation wohl eher schwierig umzusetzen. Gut für die Villa sei dagegen der nun geplante unterirdische Zugang via Einstellhalle.

Die Villa Geiser ist eine von drei Villen am Rumiweg. 1995 entschied das Stimmvolk, dass diese nicht abgebrochen werden dürfen. Im Parterre der Villa Geiser wollte die Stadt ursprünglich einen Kindergarten einrichten. 2009 verzichtete der Stadtrat ­jedoch auf ein Recht zur öffent­lichen Nutzung.

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