Das Theater geht in die Mühle und auf Tournee über Land

Langenthal

Die Alte Mühle erwacht zu neuem Leben. In der Übergangssaison des Stadttheaters von Oktober 2016 bis Mai 2017 wird auf einen hohen Unterhaltungswert gesetzt und viel Abwechslung geboten.

Vor der Alten Mühle nimmt Theaterleiter Reto Lang vorerst einmal den Brunnen in Beschlag.

Vor der Alten Mühle nimmt Theaterleiter Reto Lang vorerst einmal den Brunnen in Beschlag.

(Bild: Thomas Peter)

Schon sind im zweiten Stockwerk der Alten Mühle Langenthal die Künstlergarderoben und Büros für die Stadttheatercrew im Entstehen begriffen. Bald zeigt der grosse Saal im dritten Stock ein neues Gesicht. Zum Vorplatz hin wird eine Bühne von 5 auf 8 Metern mit Seitenbühne entstehen.

Gegen den Garten hin erhebt sich eine Tribüne mit 199 Plätzen.Am 22. Oktober beginnt die Saison mit dem komischen Einakter «L’occasione fa il ladro» von Gioacchino Rossini, zu Deutsch «Die Gelegenheit macht den Dieb». Trotz der engen Verhältnisse auf der Bühne verzichtet Theaterleiter Reto Lang nicht auf die Oper.

Kammeropernhaft und mit Klavierbegleitung kommt auch Mozarts «Così fan tutte» zur ­Aufführung. Produzentin ist die Gartenoper-Italienerin Simona Mango. Es gibt ein Wiedersehen mit Dirigent Bruno Leuschner, Rebekka Maeder und Wolf Latzel. Als Erzähler tritt der bekannte Schauspieler und Sänger Uwe Schönbeck auf. Auch eine Opernimprovisationsshow ist zu sehen, in der das Publikum den Takt angibt, und eine besondere Carmen, gespielt von zwei Personen.

Theater für das Land

Ein spezieller Programmpunkt ist die Produktion des Theaters Überland mit dem Schauspiel «Ds chlinere Übel – es Dorf schuflet a sire Zuekunft». Der Text stammt von Kabarettist Matthias Kunz und Schriftsteller Urs Mannhart. Mit diesem Stück geht das Theater Überland auf Tournee im Oberaargau (siehe Infobox «Über Land»).

Dies sei nicht nur Werbung für das Stadttheater, so Reto Lang, sondern auch ein Dankeschön an die Mitglieder des Gemeindeverbandes Kulturförderung, welche das Stadttheater finanziell unterstützen würden.

Humor anstelle von Tragik

Klassische Tragödien sind in dieser Spielzeit keine zu sehen. Der Unterhaltungswert stehe dieses Mal im Vordergrund, so Reto Lang, betont aber, dass dieser sich auf hohem Niveau bewege. Viele sogenannte Cross-over-Produktionen sind zu sehen, das heisst eine Kombination von Comedy und Musik.

Auch das Chrämerhuus steuert drei Produktionen bei. Protagonisten sind unter anderen Pedro Lenz, der Zauberer Alex Porter und die Ex-Acapickels Hutzenlaub/Stäubli. Die Kleinen kommen ebenfalls nicht zu kurz. Es gibt drei Märchenproduktionen, darunter «Die kleine Zauberflöte».

Schliesslich wird die Geschichte des Theaters Thema: Das Museum Langenthal zeigt eine Ausstellung, und am 17. Dezember wird sein 100. Geburtstag in seiner direkten Nähe gefeiert. Mehr dazu verraten die Verantwortlichen noch nicht.

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