Zum Hauptinhalt springen

Das Vertrauen verspielt

Redaktions­leiterin Chantal Desbiolles zum Wasserkonflikt in Obersteckholz.

Chantal Desbiolles

Scheitert eine einvernehmliche Fusion zwischen Langenthal und Obersteckholz an der Wasserfrage? Es sieht immer mehr danach aus. Langenthal setzte die Verhandlungen aus, nachdem die private Wassergenossenschaft des kleinen Anrainers sich quergestellt hatte.

Korrektur: Nicht die Genossenschaft als Ganzes, sondern deren Vorstand wehrt sich dagegen, das Leitungsnetz abzutreten und stattdessen der regionalen Versorgung angehängt zu werden. Denn wie jetzt bekannt wird, tut er dies offensichtlich ohne die Rückendeckung der Genossenschafter. Er kann also gar nicht Stimme dieser Körperschaft sein.

Mehr noch: Das Gremium verweigert seiner Basis das Gehör und lässt sie ins Leere laufen. Trotz mehreren Anträgen haben die Genossenschafter bis heute keinen Grundsatzentscheidfassen können. Ist der Vorstand bisher lediglich durch buckliges Gebaren und ungeschickte Kommunikation aufgefallen, leistet er sich hier einen dicken Hund. Einen, der ihn seine Legitimation endgültig kostet. Das Vertrauen in diesen Vorstand ist dahin.

Damit wird gleichzeitig ein Konflikt geschürt, der im Dorf bereits tiefe Gräben aufgerissen hat. Weil sich der Druck auf alle Genossenschafter erhöht – unabhängig davon, ob eine Mehrheit von ihnen eine Fusion befürwortet oder ablehnt.

Im schlechtesten Fall bleiben die Gräben offen.chantal.desbiolles@bernerzeitung.ch

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch