Den Guggen sei Dank

Melchnau

Der Kinderumzug zieht heuer bereits über 400 Fasnächtler nach Melchnau.

Totgeglaubte leben länger: Die Fasnacht in Melchnau ist noch lange nicht am Ende.

Totgeglaubte leben länger: Die Fasnacht in Melchnau ist noch lange nicht am Ende.

(Bild: Thomas Peter)

Damit hätte vor ein paar Jahren wohl keiner mehr gerechnet in Melchnau. Immer weniger Kinder, Eltern und Gruppen interessierten sich noch für die Fasnacht. Nicht nur die abendliche Chäuerfasnacht der Erwachsenen vermochte die Leute nicht mehr aus ihren Stuben respektive überhaupt ins Dorf zu locken. Auch am Kinderumzug marschierten zuletzt nur noch um die 150 Teilnehmer mit. 2017 schien die Tradition definitiv zu Ende zu gehen. Unter dem Motto «Di Letscht» machte sich der langjährige OK-Chef Heinz Hasler damals auf zu seinem vermeintlich letzten Umzug.

Es war eine Gruppe von Eltern, die das Ende so dann doch nicht hinnehmen wollte. Unter dem OK-Präsidium von Stephan Huber wurden befreundete Cliquen und Guggen mobilisiert und der Umzug neu lanciert. Selbst Hasler konnten die neuen Kräfte als Umzugschef so für sich gewinnen. Und nachdem schon beim ersten neuen Umzug 2018 wieder mehr als 200 Cliquenangehörige und Kinder durchs Dorf zogen, werden es an der nächsten Ausgabe vom kommenden Samstag sogar mehr als doppelt so viele sein.

Zustupf in die Klassenkasse

440 Personen hätten sich angemeldet, sagt OK-Präsident Huber. Wobei die grosse Teilnehmerzahl hauptsächlich den Guggen zu verdanken sei. Gleich acht von ihnen werden am Samstag in Melchnau anwesend sein, allesamt aus Langenthal, wobei deren sieben am Umzug mitmarschieren. Dazu kommen vier Wagencliquen aus Melchnau, Roggwil, Obersteckholz und dem aargauischen Strengelbach. Auch die Kindergärten und die Spielgruppe und selbst der Turnverein nehmen teil. Mit den angemeldeten Familiengruppen «ergibt das doch die stolze Zahl von 16 Nummern», freut sich Huber. Da habe auch das anschliessende Monsterkonzert auf dem Schulhausplatz den Namen wieder verdient.

Und noch von einer weiteren positiven Entwicklung durfte das OK Kenntnis nehmen: Zwar beteiligt sich die Schule mit Ausnahme der Kindergärten nicht am Umzug. Dafür organisiert die Oberstufe nach dem Umzug im Werkraum der Schule eine Disco für Kinder bis und mit der 6. Klasse. «Das hat uns vom OK sehr gefreut, und wir versuchen, die Kinder mit dem Aufbau der Infrastruktur zu unterstützen», sagt Huber. Auch einen Beitrag in die Klassenkasse sollen die Jugendlichen erhalten – vom OK ebenso wie durch den Verkauf von Popcorn und Getränken.


Umzug: Samstag, 2. März, ab 14.14 Uhr, von der Landi zum Schulhaus.

Langenthaler Tagblatt

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