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Der Betrieb auf der Kartbahn läuft bereits wieder

Der tödliche Unfall im Race-Inn zieht Fragen zu den Sicherheitsvorkehrungen der Betreiber nach sich. Das Konzept werde laufend angepasst, sagt der stellvertretende Geschäftsführer Vasilios Pournaras.

Die Kartbahn in Roggwil hat den Betrieb wieder aufgenommen.
Die Kartbahn in Roggwil hat den Betrieb wieder aufgenommen.
Archivbild/Carmen Weder

Freitagabend in der Indoorkartbahn Race-Inn Roggwil. Eine 23-köpfige Gruppe absolviert im Rahmen eines Teamevents ein Gokartrennen. Nach der ersten Runde stoppen die Mitarbeiter die Fahrer. «Es ging übermütig zu und her. Deshalb haben wir die ganze Gruppe noch mal zur Rücksicht ermahnt», sagt der stellvertretende Geschäftsführer Vasi­lios Pournaras.

«Der zweite Lauf ging dann gut. Man merkte den Fahrern zwar den Kampfgeist immer noch an.» In der Finalrunde passiert es: Ein Aargauer prallt in einer Linkskurve in eine Bande. Der Betrieb wird eingestellt, Pournaras und ein weiterer Mitarbeiter leisten Erste Hilfe. Im Spital erliegt der 31-Jährige später seinen Verletzungen.

Keine Angaben zum Hergang

Der Schock im Race-Inn sitzt tief. Die vergangenen Tage seien für das Team nicht einfach gewesen, sagt Vasilios Pournaras.

Der Unglücksfall wirft Fragen auf. Wie konnte das passieren? Werden genügend Vorkehrungen getroffen, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten? Wegen der laufenden Ermittlungen und aus Respekt vor den Angehörigen könne er keine genaueren Angaben zum Unfallhergang machen, sagt Pournaras. Auch die Kantonspolizei Bern macht keine weiteren Angaben zu den Ermittlungen.

Die Sicherheit stehe im Race-Inn an oberster Stelle. «Der Spass ist bei uns zweitrangig. Die Gesundheit der Kunden geht vor», sagt Pournaras. «Wir arbeiten fortwährend an einer Verbesserung der Sicherheit und der Kundenbetreuung», sagt er. Zudem sei die Sicherheit auch an besagtem Abend gewährleistet gewesen. Nachdem sie die Lage überprüft hatte, habe die Staatsanwaltschaft noch am Freitagabend grünes Licht gegeben: Der Betrieb sei am Samstag wieder aufgenommen worden.

Sorgfältig instruieren

Kommt ein Besucher zum ersten Mal ins Race-Inn und ist noch nie Go Kart gefahren, erhalte er eine «besonders sorgfältige» Instruktion, sagt der stellvertretende ­Geschäftsführer. Beim Sicherheitsbriefing sowie über Warnhinweise und Videos werden den Fahrern die Hausregeln und mehrmals die Vorschriften auf der Bahn erklärt. Drei proaktive Posten überwachten das Geschehen auf der Bahn. Ein weiterer, passiver Posten am Rand der ­Piste ist für das «effektive Ermahnen» während der Fahrt zuständig. Es komme vor, dass sie Verwarnungen aussprechen müssten, sagt Vasilios Pournaras. Wie häufig? «Unterschiedlich.»

Bereits vor sieben Jahren kam es im Race-Inn, damals noch von Peter Dätwyler betrieben, zu einem tödlichen Unfall. Der Schal einer 19-Jährigen löste sich während der Fahrt und verfing sich im Kart, woraufhin sie im Spital an den Verletzungen starb. Das Verfahren gegen den Betreiber wurde 2011 eingestellt, weil das Race-Inn seine Sorgfaltspflicht nicht verletzt hatte.

Zu schwerwiegenden Zwischenfällen sei es bis letzten Freitag nicht mehr gekommen, sagt Pournaras. Ab und zu müssten sie wegen Schürfungen oder Prellungen den Krankenwagen rufen. Genaue Zahlen könne er aber nicht nennen.

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