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Der Löwen wird saniert

Das Restaurant Löwen in Thunstetten verliert seinen früheren Theatersaal, erhält dafür aber neuen Lagerraum.

Sebastian Weber
Muss Platz machen: Der einfach Anbau ohne Fundament.
Muss Platz machen: Der einfach Anbau ohne Fundament.
Thomas Peter

Er wird schon seit 25 Jahren nicht mehr richtig genutzt: der Anbau im hinteren Teil des Restaurants Löwen an der Dorfgasse in Thunstetten. Einst war dort mal ein Theatersaal untergebracht. Doch weil der Raum nie erneuert wurde und auch kein richtiges Fundament besitzt, diente er aktuell nur noch als Lagerraum.

Schon allein aus Sicherheitsgründen, wie Roger Meister von der Grundeigentümerin, der Löwen Thunstetten AG, erklärt. Weshalb dieser Teil des Gebäudes nun abgerissen werden soll. Für das entsprechende Baugesuch lief vorige Woche die Einsprachefrist ungenutzt ab.

Es verschwindet aber nicht nur Platz, es entsteht auch welcher: So sieht das Gesuch an gleicher Stelle den Bau neuen Lagerraums vor. Es entsteht eine rund 30 Quadratmeter grosse Abstellfläche mit einem ungefähr gleich grossen, gedeckten Eingangsbereich. Gleichzeitig sollen auch die Fassade und die bestehende Mansarde wieder instand gesetzt werden. Das Restaurant selbst ist vom Abriss nicht tangiert. Die Baukosten belaufen sich auf ungefähr 100'000 Franken.

Neuer Wohnraum

Ursprünglich habe es die Idee gegeben, im hinteren Bereich des Löwen neue Wohnungen einzubauen, erzählt Roger Meister. Was sich dann allerdings allein vom Aufwand her als unrealistisch herausgestellt habe. Stattdessen hat man sich nun entschlossen, die Fläche unterhalb des Restaurants besser zu nutzen.

Dort auf der Weide, neben der sich auch der Parkplatz befindet, soll nach dem Teilabbruch des Löwen in einer zweiten Etappe ein 23 mal 12 Meter grosses Mehrfamilienhaus entstehen. Im Neubau werden neben einer Attikawohnung auch zwei 4½-Zimmer- sowie drei Studiowohnungen Platz finden. Verwaltet werden sie durch die Löwen Thunstetten AG.

Diese rechnet für den Neubau samt Carport mit Kosten von 1,9 Millionen Franken. Auf dem Flachdach des Neubaus wird zudem eine Fotovoltaikanlage montiert. Diese werde zu Spitzenzeiten auch das Restaurant mit Wärme versorgen, sagt Roger Meister. Beim Flachdach handle es sich um eine Auflage des Heimatschutzes: Das 18 Meter hohe Mehrfamilienhaus darf den Löwen vis-à-vis optisch nicht dominieren.

Der Teilabbruch soll noch dieses Jahr über die Bühne gehen. Sodass die Arbeiten am Löwen spätestens Anfang kommenden Jahres abgeschlossen werden könnten. Mitte Februar, so der ungefähre Zeitplan, könnte mit der Realisierung des Neubaus begonnen werden. Dieser wäre dann Ende 2019 bezugsbereit.

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