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Die «glatte» Geschichte geht weiter

Gründer Pietro Fornara erinnert sich an 44 Jahre Glatte Märit. Der Traditionsanlass steigt am Wochenende in der Markthalle.

Der Mann hinter dem Glatte Märit: Pietro Fornara (Archivbild).
Der Mann hinter dem Glatte Märit: Pietro Fornara (Archivbild).
Walter Pfäffli

So begehrt wie schon lange nicht mehr waren die Ausstellerplätze für die diesjährige Ausgabe des Glatte Märit. Dies vermelden die Organisatoren in einer Medienmitteilung. Bereits im Juni seien sämtliche Plätze belegt gewesen. Einige Interessenten hätten auf die kommende Ausgabe vertröstet werden müssen.

Die Verantwortlichen glauben, dass die Anpassungen und Neuerungen, die vor einem Jahr vor­genommen wurden, dem Anlass gutgetan haben. Sie hätten dem Traditionsanlass zu einem «unverhofften und zugleich wohl­tuenden Aufschwung» verholfen. Besucher und Aussteller seien gleichermassen begeistert gewesen. «Das hat auch das Organisationskomitee deutlich zu spüren bekommen», heisst es in der Mitteilung weiter.

Erster Märit war im Kreuz

Vor 44 Jahren hat der Langenthaler Pietro Fornara zusammen mit zwei andern Gewerblern den Glatte Märit ins Leben gerufen. Während des Rundgangs durch den diesjährigen Märit werden die Besucher diverse Einblicke in die langjährige Geschichte des Anlasses erhalten.

Der mittlerweile 79-jährige Fornara erinnert sich noch an die ersten Veranstaltungen. Damals, in den 1970er-Jahren, habe es in Langenthal Weihnachtsausstellungen gegeben, die sich mit der Zeit zu Tode liefen, berichtet er. Da sei man auf die Idee gekommen, einen Märit zu veranstalten, um wieder mehr Publikum anzulocken. Der erste Glatte Märit wurde im damaligen Kreuz durchgeführt.

Wegen des grossen Andrangs verlegte Fornara den Markt bei der dritten Ausgabe bereits in die Markthalle. Im Rückblick fallen dem 79-Jährigen mehrere Anekdoten ein. Er erwähnt, dass es ­ohne den Glatte Märit wohl kein Chrämerhuus mehr geben würde, habe man doch in den Anfangsjahren zweimal den gesamten Erlös aus der Tombola dem «Chrämi» zur Verfügung gestellt.

Das seien damals beträchtliche Beträge gewesen. Innerhalb von drei Tagen seien 30'000 Lose verkauft worden. Auch die städtische Weihnachtsbeleuchtung, deren Sterne noch heute im Einsatz stünden, sei durch den Märit finanziert worden.

Besucher der diesjährigen Ausgabe können mit siebzig Ausstellerständen rechnen. Nicht fehlen werden die traditionelle Märit-Beiz sowie die Hochwasser-Chuchi. Ergänzt wird das kulinarische Angebot in diesem Jahr durch ein Dorf-Kafi. Die Sumpfhühner warten wiederum mit einer zweistöckigen Bar auf. Den Unterhaltungsteil bestreitet in diesem Jahr die junge Langenthaler Musikformation Downtown Brass. Sie wird an allen drei Märittagen auftreten.

Weil der Start des Glatte Märit exakt auf den 11. November, den Tag der Fasnachtseröffnung, fällt, wird diesen Freitag um 22 Uhr in der Markthalle auch eine Guggenmusik aufspielen.

(pd/paj)

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