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Ein «Guet» im Biblis

Im Wanz­wilfeld soll eine Überbauung mit 160 Wohnungen entstehen, die viel mit dem Charakter der Gemeinde zu tun hat. Am Dienstag wurde das Projekt öffentlich vorgestellt.

Im Biblis soll gegenüber der Industrie eine neue Siedlung entstehen.
Im Biblis soll gegenüber der Industrie eine neue Siedlung entstehen.
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Dass im Wanzwilfeld in Herzogenbuchsee gegenüber der Industrie eine grosse Überbauung angedacht ist, das ist schon länger bekannt. Dies, nachdem die Stimmbürger im Dezember 2015 dem Verkauf von Parzelle 154 zugestimmt hatten. Die 2620 Quadratmeter Bauland liegen im Perimeter der Zone mit Planungspflicht K Biblis I, für die nun eine Überbauungsordnung erarbeitet worden ist.

Zusammen mit den beiden danebenliegenden Parzellen (657 und 1195) möchte die Generalbauunternehmung Halter dort auf einer Fläche von insgesamt rund 15'260 Quadratmetern eine Siedlung mit rund 160 Wohnungen realisieren. Das Projekt wurde am Dienstag im Rahmen der Mitwirkung vorgestellt. Sie läuft noch bis zum 15. September.

Dorfplatzelemente

Buchsiguet heisst die geplante Überbauung. Und dieser Name passt: Das Architekturbüro Aebi & Vincent hat von der Halter AG den Auftrag erhalten, viel Wert auf die Aussenraumqualität und das Wohnen im Grünen zu legen. Weshalb nun ein, wie es im Er­läuterungsbericht heisst, «Weiler mit Bauern-Höfen» geschaffen wird. So sollen durch die Anordnung der Gebäude autofreie Innenhöfe entstehen und durch die Durchgänge von Hof zu Hof ein Weiler.

«Es wird ein Ort, der viel mit dem Charakter von Buchsi zu tun hat», erklärte Architekt Bernhard Aebi. Der Aussenraum wird in Anlehnung an die Landwirtschaft mit einer Blumenwiese gestaltet. In jedem Hof befinden sich zudem typische Dorfplatzelemente: ein Brunnen, ein prägnanter Baum sowie Sitz- und Spielelemente. Der grösste Hof in der Mitte dient als Treffpunkt.

Holzfassaden und Flachdächer

Der ländliche Touch, den die Bebauung erhält, wird auch bei den Gebäuden selbst sichtbar. Deren Elemente, die alle über Holzfas­saden und Flachdächer verfügen, sind ebenfalls dem Bauerngut entlehnt. So werden etwa alle Wohnungen durch einen Laubengang erschlossen. Eine Nische vor jedem Eingang kennzeichnet den Übergang zur Wohnung.

Die Häuser bestehen je aus drei Vollgeschossen sowie einem Attikageschoss. Sie bieten Platz für 2½-, 3½- sowie 4½-Zimmer-Wohnungen. Die genaue Aufteilung sowie auch der Mix von Miet- und Eigentumswohnungen steht noch nicht fest. «Wir sind dort flexibel», sagte Projektleiter Marc Zimmermann von der Firma Halter. Die Siedlung wird in Etappen realisiert. Die erste soll 2021 abgeschlossen werden.

Der Verkehr beschäftigt

In der anschliessenden Fragerunde beschäftigte vor allem das Thema Verkehr. Wobei Bernhard Aebi die rund 30 Anwesenden im Sonnensaal ein Stück weit beruhigen konnte: Die Erschliessung erfolge über den Biblisweg, wodurch sich der Verkehr auf den Norden konzentrieren werde, wo sich auch die rund 140 unter- und oberirdischen Parkplätze befinden. Die Schulkinder müssen diese Zufahrt nicht benutzen: Der Fuss- und Veloverkehr erhält an der Ostseite der Anlage zwischen Biblisweg und Feldstrasse eine neue Verbindung. «Diese ist attraktiv und führt dazu, dass nicht jeder das Auto benutzen wird», so Aebi.

Auch für die Firma Hans Christen AG, die an diesem Abend durch Geschäftsführer Daniel Arn vertreten war, sollten keine grösseren Veränderungen entstehen: Ihre Lastwagen sollten auch weiterhin auf der rund 230 Quadratmeter grossen, gemeindeeigenen Parzelle 155 wenden können. Diese wird im geringfügigen Verfahren neu der Zone mit Planungspflicht K Biblis I zugeteilt.

Eine Anwohnerin stellte die Frage nach der Geschwindigkeitsbegrenzung. Tatsächlich liegt der Biblisweg gemäss Verkehrsrichtplan nicht im Perimeter einer ­geplanten Tempo-30-Zone. Eine solche sei dort aber sinnvoll, sagte Gemeindepräsident Markus Loosli, und werde, sollte sie im Zug der Mitwirkung gewünscht werden, geprüft.

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