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Ein Weiterzug ist nicht ausgeschlossen

Noch ist offen, ob die K. + U. Hofstetter AG den Entscheid des Verwaltungsgerichts zur Kiesgrube Rüttenen anfechten wird.

Die K. + U. Hofstetter AG in Berken: Robert Jäggi Geschäftsführer und Peter Schüpbach Leiter Projekte (v.l.). Foto: Olaf Nörrenberg
Die K. + U. Hofstetter AG in Berken: Robert Jäggi Geschäftsführer und Peter Schüpbach Leiter Projekte (v.l.). Foto: Olaf Nörrenberg

Überraschend hat die dritte Instanz entschieden, die Erweiterung der Kiesgrube Rüttenen nicht zu bewilligen: Das Verwaltungsgericht hat die vorhergehenden Entscheide des kantonalen Amts für Gemeinden und Raumordnung sowie der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion gekippt.

2014 hatten die Stimmberechtigten der Gemeinde Berken der Zonenplanänderung und der Überbauungsordnung zugestimmt. Nun hat die dritte Instanz entschieden: Sie werden nicht genehmigt. Damit fehlt auch die rechtliche Grundlage für den Abbau von Kies in einem grösseren Perimeter des bestehenden Abbaugebiets.

«Wir nehmen diesen Entscheid mit Erstaunen zur Kenntnis», sagt Robert Jäggi, der Geschäftsführer der K. + U. Hofstetter AG. Er spricht davon, nun «die Hausaufgaben zu machen», zumal dieser Entscheid für die ganze Branche von Bedeutung sei. «Mehr kann ich dazu nicht sagen», so Jäggi. Ein Entscheid dazu, ob das Urteil vor Bundesgericht angefochten wird, sei noch nicht gefallen.

Wald auf Wiese ersetzen

Rund 23 000 Quadratmeter Wald stehen im Mittelpunkt der Beschwerde, welche die Arbeitsgemeinschaft (Arge) Oenztal bis vor Verwaltungsgericht aufrecht erhoben hatte. Westlich des Abbaus in Oberberken sollten weitere rund 900 000 Kubikmeter Kies gefördert werden.

Betroffen davon sind 8,6 Hektaren Landwirtschaftsfläche und 2,3 Hektaren Wald, die dafür gerodet worden wären. Die Bäume sollten im angrenzenden Steinbachtäli aufgeforstet werden. Dagegen setzte sich die Arge zur Wehr, weil dadurch eine seltene Trockenwiese beschattet worden wäre.

Entsprechend erleichtert ist Thomas Hertach, Koordinator der Arge Oenztal, dass durch dieses Urteil die Wiese vorerst ausser Gefahr ist. Andererseits mache das Verwaltungsgericht inhaltlich keine Aussage dazu, wie schützenswert sie sei. Hertach: «Das ist für uns ein Wermutstropfen, weil für die Wiese zwar nichts verloren, aber auch nichts gewonnen ist.»

Er bedaure auch, dass von der Einspracheverhandlung abgesehen kein Gespräch mit der Bauherrschaft stattgefunden habe und die juristischen Instanzen keinen Augenschein vorgenommen hätten. Nun sei es müssig, darüber zu spekulieren, wie eine Einigung zu erzielen gewesen wäre. Statt der Ersatzaufforstung hatte die Arge einen ökologischen Ausgleich im Steinbachtäli gefordert.

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