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Eine Brücke für die Velofahrer

Eng und unübersichtlich ist der Schul- und Radweg in Lindenholz. Jetzt will der Kanton die Gefahrenquelle sanieren.

Mehr Platz sollen die Radfahrer am Ortseingang von Lindenholz erhalten.
Mehr Platz sollen die Radfahrer am Ortseingang von Lindenholz erhalten.
Thomas Peter

Zwischen 30 und 40 Schülerinnen und Schüler aus Leimiswil fahren täglich zum Unterricht ins Neumattschulhaus nach Madiswil. Während ihnen auf dem Heimweg von Lindenholz nach Leimiswil ein Radweg zur Verfügung steht, müssen sie talwärts auf der Strasse fahren.

Das wird in Lindenholz gefährlich, denn dort müssen sie nach der Brücke über die Langete auf die linke Strassenseite wechseln, um via den Weg zum Gasthof Löwen schliesslich zum Bahnhof zu gelangen. Dort können sie nach dem Bahnübergang den Radweg im Tal benützen, gelangen also wie angestrebt abseits des motorisierten Verkehrs ins Neumatt-Schulhaus.

Alte Forderung

Der Elternrat der Schule Madiswil forderte deshalb in Lindenholz Massnahmen und fand dafür Unterstützung beim Gemeinderat. Zuständig ist jedoch der Kanton. Nun will dieser den Gefahrenpunkt entschärfen. Wie das geschehen soll, verrät das Projekt des Ingenieurbüros Markwalder und Partner, das noch bis zum 21. März in der Bauverwaltung Madiswil zur Mitwirkung aufliegt.

Zentrales Element ist eine neue Radbrücke, die nördlich der Strassenbrücke gebaut werden soll. Über diese können die Velofahrer künftig in beiden Richtungen verkehren. Damit die talwärts Fahrenden die Strasse sicher überqueren können, wird für sie eine Einspurstrecke gebaut. Diese liegt noch vor der Kurve oberhalb der Brücke, ist also übersichtlicher als die heutige ungesicherte Abzweigestelle.

Fast 4000 Fahrzeuge

Gemäss Erhebungen befahren immerhin 3900 Fahrzeuge die Strasse nach Leimiswil und eventuell weiter über die Linden nach Thörigen und Herzogenbuchsee. Rund 140 davon, oder 3,6 Prozent, sind Schwerverkehr.

Auf die Nebenstrasse in Lindenholz werden die Radfahrer gewiesen, weil die Einmündung der Lindenstrasse in die Hauptstrasse auch nicht ganz ohne ist. Auf dieser werden täglich 9100 Fahrzeuge gezählt. Über den Anteil des Schwerverkehrs liegen dort gemäss dem Projektbeschrieb keine Zahlen vor. Gezählt wurden zwischen 2009 und 2014 jedoch neun Unfälle. Deshalb sieht das aufliegende Projekt ebenfalls Massnahmen vor.

Wie innerorts üblich

Eine ist die Reduktion der signalisierten Höchstgeschwindigkeit. Diese beträgt heute noch 60 Stundenkilometer, soll aber auf die innerorts üblichen 50 Stundenkilometer reduziert werden. Zudem soll der Mehrzweckstreifen für Linksabbieger mit Inseln besser geschützt werden. Das Gleiche gilt für den Fussgängerstreifen beim Restaurant Löwen.

Der Terminplan sieht vor, das Projekt 2018 auszuführen. Die Kosten werden auf 475'000 Franken veranschlagt.

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