Steuersenkung bewilligt

Niederbipp

Zum Abschluss der Gemeindeversammlung kamen Emotionen hoch.

Mit der Steuersenkung von 1,35 auf 1,30 Einheiten stösst Niederbipp zur zehntgünstigsten Gemeinde im ganzen Kanton vor.

Mit der Steuersenkung von 1,35 auf 1,30 Einheiten stösst Niederbipp zur zehntgünstigsten Gemeinde im ganzen Kanton vor.

(Bild: Marcel Bieri)

Es liegt auf der Hand, weshalb die Niederbipper Gemeindeversammlung verhältnismässig so gut besucht war: Die Anschaffung einer neuen Autodrehleiter für die Feuerwehr stand auf der Traktandenliste. Alles in allem wohnten 105 von insgesamt 2909 Stimmberechtigten der Versammlung bei. Diskussionslos und grossmehrheitlich stimmten die Anwesenden dem Kredit von 850'000 Franken zu.

Die Gebäudeversicherung Bern unterstützt die Anschaffung mit zusätzlichen Betriebsbeiträgen von insgesamt 50 Prozent des Kaufvertrages. Dies über 20 Jahre hinweg.

Das Budget sowie die Steuersenkung von 1,35 auf 1,30 Einheiten, mit der Niederbipp zur zehntgünstigsten Gemeinde im ganzen Kanton vorstösst, wurden einstimmig angenommen. Im Gesamthaushalt 2019 rechnet der Gemeinderat mit einen Defizit von 70'500 Franken. Das sind knapp 370'000 Franken weniger als im Vorjahr.

1,76 Millionen für Strassen

2019 soll das Doktorsträssli fertiggestellt sein, und schon steht das nächste Grossprojekt in den Startlöchern: Im Gebiet Buchsernweg, Römergasse und Brühlweg müssen die Werkleitungen der Wasser- und der Elektrizitätsversorgung ersetzt sowie die Abwasserleitungen saniert werden. Die Länge des betroffenen Abschnitts beträgt rund 550 Meter. Der happige Kredit von knapp 1,76 Millionen Franken wurde ebenso diskussionslos bewilligt wie die Totalrevision des Datenschutzreglements.

Wie an jeder Niederbipper Gemeinderversammlung wurde auch am Montag ein Einwohner geehrt: Der 21-jährige Velofahrer Gino Mäder kam zum Handkuss. Der gebürtige Wiedlisbacher lebt seit diesem Mai in Niederbipp.

Bei Gemeindepräsidentin Sibylle Schönmann (SVP) kamen die Emotionen hoch, als sie ihren langjährigen Freund und «Mr. Räberhus» Willi Scheidegger in den Ruhestand verabschiedete. Scheidegger ist seit April 1985 für die Gemeinde im Einsatz gestanden. Die Worte der Gemeindepräsidentin: «Er hat sich um das Räberhus gekümmert, als ob es sein eigenes Haus gewesen wäre.» (bey)

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