Erlebnisspielplätze für Langenthal?

Langenthal

Es fehle im Zentrum weiterhin an einem Erlebnisspielplatz, moniert FDP-Stadtrat Pascal Dietrich. Und übt dabei auch leise Kritik an der Gestaltung der bereits sanierten Areale.

Der Spielplatz Haldeli wurde bereits saniert.

Der Spielplatz Haldeli wurde bereits saniert.

(Bild: Hans Wüthrich)

Fast fünf Jahre sind vergangen, seit der Stadtrat einen Kredit über 1,8 Millionen Franken bewilligt hat für die Umsetzung eines Spielplatzkonzepts. Bis zum Jahr 2021 sollten die zehn bestehenden Plätze saniert und dazu drei neue gebaut werden. Drei Spielplätze wurden seither erneuert, kein einziger neu erstellt.

Die Umsetzung sei sistiert beziehungsweise auf später verschoben worden, erklärte diesen Frühling Stadtschreiber Daniel Steiner. Das hat jetzt FDP-Stadtrat Pascal Dietrich bewogen, sich mittels einer Interpellation beim Gemeinderat nach dem aktuellen Stand der Dinge zu erkundigen.

Um ein reines Update seines Wissensstandes geht es ihm dabei kaum. So rückt er in seiner Eingabe vor allem den weiterhin fehlenden «zentrumsnahen Erlebnisspielplatz» ins Feld. Einen solchen hatte Stadträtin Anita Steiner-Thaler (EVP) ebenfalls schon 2012 gefordert.

2013 wurde die inzwischen erheblich erklärte Motion aber bereits wieder von der Geschäftsliste abgeschrieben. Schliesslich war im Rahmen des Spielplatzkonzepts vorgesehen, die Spielplätze Haldeli, Reitplatz und Tierpark als Erlebnisspielplätze zu realisieren.

Der Reitplatz ist wegen der vorhandenen Altlasten inzwischen allerdings gestrichen worden von der Liste der Spielplätze in Langenthal. Denjenigen beim Tierpark möchte EVP-Stadtrat Daniel Steiner prioritär behandelt sehen, sein im März eingereichter Vorstoss dazu muss im Parlament aber erst noch diskutiert werden.

Und beim bereits sanierten Haldeli kann nach Dietrichs Auffassung höchstens von einem Erlebnisplatz, nicht aber von Zentrumsnähe die Rede sein.

Blick nach Lotzwil

Damit harre die Motion Steiner-Thaler trotz Abschreibung weiterhin ihrer Umsetzung, moniert er. Und will nicht nur wissen, wie der Gemeinderat dem Anliegen heute gegenübersteht.

Dietrich fragt auch, ob die Exekutive eine punktuelle Überarbeitung des Konzepts in Betracht ziehe. «Meine Idee wäre es, dass man einen der drei neuen Spielplätze zum Erlebnisspielplatz macht», erklärt er.

Überhaupt dürfte nach Dietrichs Auffassung am Konzept durchaus noch einmal gefeilt werden. «Die konkrete Gestaltung der bereits sanierten Spielplätze löst bei Eltern und Kindern nach Wahrnehmung des Interpellanten nicht gerade Begeisterungsstürme aus», schreibt er in seiner Interpellation. «Der Blick nach Lotzwil, Bützberg oder auch Thun zeigt, welche Resultate mit wohl ähnlichem Aufwand möglich wären.»

khl

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