Es kam zu einer Kampfwahl

Heimenhausen

Eine neue Präsidentin und ein neuer Gemeinderat wurden gewählt.

Strahlende Präsidentin: Claudia Steffen.

Strahlende Präsidentin: Claudia Steffen.

(Bild: zvg)

76 der insgesamt 843 Stimmberechtigten (9 Prozent) wollten sich in Heimenhausen die letzte Gemeindeversammlung von Verena Schertenleib-Helbling als Gemeindepräsidentin nicht entgegen lassen. Ihr Amt übernimmt die mangels weiterer Vorschläge still gewählte Claudia Steffen (wir berichteten). Trotzdem kam es noch zu einer Kampfwahl: um den frei gewordenen Sitz im Gemeinderat für den Rest der Legislatur vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2020.

Hier setzte sich Philippe Staub (Ortsteil Röthenbach) gegen Klaus Leuenberger (Wanzwil) durch. 41 Stimmberechtigte notierten Staubs Namen auf dem Wahlzettel, 31 jenen Leuenbergers, der sich den Versammelten zuvor vorgestellt hatte. Im Gegensatz zum gewählten Staub, der selbst nicht vor Ort war. Von 76 Wahlzetteln waren 75 abgegeben worden, 3 waren ungültig.

«Ich freue mich auf das Amt als Gemeindepräsidentin», sagte die 51-jährige Claudia Steffen. Die auf Ende Jahr abtretende Präsidentin Verena Schertenleib-Helbling wünschte ihrer Nachfolgerin «viel Freude, einen guten Start, einen langen Atem, einen Blick der Sonne entgegen, Kraft und Zuversicht». Schertenleib hatte das Präsidium im Jahr 2009 bei der Fusion der drei Ortsteile Heimenhausen, Röthenbach und Wanzwil zur Gemeinde Heimenhausen angetreten. Sie erhielt damals symbolisch einen riesigen Schlüssel mit einem Schild überreicht. «Gemeindefusion 2009 Heimenhausen-Röthenbach-Wanzwil» stand darauf. Jetzt reichte sie diesen Schlüssel an Claudia Steffen weiter – dazu Blumen.

Höhere Ausgaben

Das Budget 2019 sieht beim allgemeinen Haushalt ein Defizit von gut 200000 Franken vor. Dieses reduziert sich durch das zu erwartende Plus bei den gebührenfinanzierten Spezialfinanzierungen von 32600 Franken auf 175000 Franken. Die grösste Abweichung im Vergleich zum Budget ergibt sich bei der Bildung, wo 882600 Franken budgetiert sind – 230000 Franken mehr als im Budget 2018. Gemeinde­verwalter Bruno Zimmermann begründete dies mit höheren Abgaben an die Schulen.

Dagegen sollen, weil weniger Strassenunterhalt geplant ist, beim Verkehr 15300 Franken weniger ausgegeben werden. Steuererträge werden für 2019 gleich viele wie 2018 erwartet: 2,2 Millionen Franken. Die Steueranlage bleibt bei 1,46 Einheiten. Per 31. Dezember 2019 wird ein Eigenkapital von noch 2,2 Millionen Franken erwartet. Die Hundetaxe wird von 50 auf 80 Franken erhöht. Das Budget wurde mit 74 Ja-Stimmen und 2 Enthaltungen genehmigt.

Kredit unterschritten

Weil das heute gültige Personalreglement nicht mehr in allen Teilen den kantonalen Vorschriften entspricht, musste die Versammlung über Änderungen bei den Gehaltsklassen befinden. Das Reglement wurde klar angenommen. Erfreuliches bietet zudem die Kreditabrechnung für die Heizungssanierung im Feuerwehrmagazin. Der Kredit von 270000 Franken wurde um 25000 Franken unterschritten.

Berner Zeitung

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