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Finanzplan zeigt düsteres Szenario auf

Die Gemeinde Melchnau steht vor grossen finanziellen Herausforderungen. Ab 2020 droht eine Erhöhung der Steueranlage von 1,70 auf 1,84 Einheiten.

Melchnau steht vor grossen finanziellen Herausforderungen. Vor allem die geplante Mehrzweckhalle für 5,2 Millionen Franken wird die Rechnung stark belasten. Im Bild die alte Mehrzweckhalle, wo die Gemeindeversammlung stattfand.
Melchnau steht vor grossen finanziellen Herausforderungen. Vor allem die geplante Mehrzweckhalle für 5,2 Millionen Franken wird die Rechnung stark belasten. Im Bild die alte Mehrzweckhalle, wo die Gemeindeversammlung stattfand.
Olaf Nörrenberg

Zu Beginn der Melchnauer Gemeindeversammlung in der Mehrzweckhalle hatten die 78 von 1047 Stimmberechtigten (7,45 Prozent) über einen Ordnungsantrag abzustimmen: Gemeindepräsident Ulrich Jäggi stellte den Antrag zur Streichung des Traktandums 9. Weil das Alters- und Pflegeheim Schärme bezüglich der Parkplätze an seine Kapazitätsgrenzen stösst, sollte eine Parzelle an der Büntenrainstrasse in die Zone für öffentliche Nutzung zugeteilt und so neue Parkplätze sichergestellt werden.

«Die Vorprüfung durch den Kanton fiel aber negativ aus», betonte Jäggi. Man wolle nun eine besser geeignete Lösung prüfen. Der Souverän stimmte dem Antrag zu.

Mehrzweckhalle belastet

Finanzverwalter Manuel Lucy informierte über den Finanzplan 2018–2023. Melchnau steht vor grossen finanziellen Herausforderungen. Vor allem die geplante Mehrzweckhalle für 5,2 Millionen Franken wird die Rechnung stark belasten. «Der Finanzplan ist ohne eine Steuererhöhung nicht tragbar. Ab 2020 rechnen wir mit einer Steueranlage von 1,84 Einheiten», so Lucy. Dennoch – «ab 2023 müsste sich Melchnau mit rund 11 Millionen Franken fremdverschulden».

Nach diesem düsteren Szenario präsentierte Gemeinderätin Susanne Kratochvil das Budget 2019 mit einem Aufwandüberschuss von 140'000 Franken. Ein Antrag, den Betrag für die Gemeindestrassen um 50'000 Franken zu kürzen, wurde abgelehnt und dem Budget mit einer unveränderten Steueranlage von 1,70 Einheiten zugestimmt.

Der Traktor des Bauamtes, Baujahr 2000, soll ersetzt werden. Dafür wurde ein Kredit von 130'000 Franken beantragt. «Bereits 2012 wurden Diskussionen für einen Ersatz geführt», erklärte Strassenmeister Samuel Schmutz. Damals habe man die Roststellen repariert, aber nun lohne sich eine Reparatur nicht mehr. Davon waren auch die Stimmberechtigten überzeugt und sagten Ja zum Kredit.

Viel Geld für den Strassenbau

Ein Kredit von 743'000 Franken für die Sanierung der Baumgartenstrasse und ein Sanierungskredit von 105'000 Franken für die Feldstrasse fanden breite Zustimmung. Ja sagten die Stimmberechtigten auch zur Aufhebung des Reglements für die «Globalsteuerung Volksschule».

Eine Änderung der baurechtlichen Grundordnung betreffend Zone mit Planungspflicht «Beim Schulhaus» wurde beantragt. Die Stimmberechtigten genehmigten diese. Damit wird Bauland beim Schulhaus verfügbar gemacht. Eine Überbauungsordnung wird nun in Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege erarbeitet. «Noch besteht aber kein konkretes Bauprojekt», sagte Ulrich Jäggi.

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