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Flüchtlingsmotion hatte im Stadtrat keine Chance

In der Truppenunterkunft werden keine Flüchtlinge einquartiert. Eine Motion, die das forderte, hat der Stadtrat bachab geschickt.

Bei der Abstimmung am Montagabend unterlagen jene Stadträtinnen und Stadträte deutlich, die sich eine Nutzung der Truppenunterkunft beim Langenthaler Markthallenplatz als Flüchtlingsunterkunft hätten vorstellen können. Eine entsprechende Umnutzung forderte ein Vorstoss der beiden SP-Stadträte Paul Bayard und Therese Grädel. Mit 25 zu 13 Stimmen war ihre Flüchtlingsmotion letztlich aber chancenlos.

Für den Gemeinderat hat sich eine mögliche Umnutzung der Truppenunterkunft bereits im Zuge der Abklärungen erledigt. Aus dieser Zeitung habe man erfahren, dass sich der Kanton eine Nutzung der Anlage als Flüchtlingsunterkunft nicht vorstellen könne, sagte SP-Gemeinderat und Vizestadtpräsident Reto Müller.

Die SVP-Fraktion führte indessen weniger die abschlägige Antwort des Kantons als vielmehr andere Gründe ins Feld, weshalb die Anlage nicht geeignet sei. Mit der Markthalle und der Feuerwehr herrsche rund um die Truppenunterkunft oftmals viel Betrieb. Nicht optimal seien auch die 16er-Zimmer sowie die Gemeinschaftsduschen. «Es gibt bessere Unterkünfte, zum Beispiel Zivilschutzanlagen», sagte SVP-Stadtrat Lars Schlapbach.

Dass Langenthals Zivilschutzanlagen nicht etwa mit komfortablen Doppelzimmern, sondern ebenso mit Schlafsälen ausgestattet sind, blieb in diesem Zusammenhang unerwähnt.

Diese Feststellung war letztlich aber auch unerheblich. Denn offenbar eignen sich die hiesigen Zivilschutzanlagen ohnehin nicht für die Unterbringung von Flüchtlingen. Mit 60 respektive knapp 50 Plätzen seien die Anlagen Bäregg und Elzmatte zu klein, sagte Reto Müller. Die Anlage Hard wird indessen als Einsatzzentrale genutzt.

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