Fred Röthlisberger darf nicht mehr

Thunstetten

Bis zu den Wahlen im kommenden September dauert es zwar noch ein wenig. Schon jetzt steht aber fest, dass es im Gemeinderat von Thunstetten zu Veränderungen kommt. Es wird auch ein neuer Präsident gesucht.

Gemeindepräsident Fred Röthlisberger (SVP, r.) und Martin Sigrist (SP) dürfen wegen der Amtszeitbeschränkung bei den Wahlen im September nicht mehr antreten.

Gemeindepräsident Fred Röthlisberger (SVP, r.) und Martin Sigrist (SP) dürfen wegen der Amtszeitbeschränkung bei den Wahlen im September nicht mehr antreten.

(Bild: zvg/Thomas Peter)

In Thunstetten-Bützberg stehen für den kommenden Herbst Gemeindewahlen auf dem Programm. Die offizielle Publikation im Anzeiger ist zwar noch nicht erfolgt. Der Fahrplan aber ist bekannt: Laut Geschäftsführerin Gaby Nägeli haben die Parteien noch bis zum 14. August Zeit, ihre Liste einzureichen. Die Wahlen sind für den 24. September angesetzt.

Die Bevölkerung wählt dann auch ihren Gemeinderat für die nächste Legislatur. Im siebenköpfigen Gremium wird es, das steht bereits jetzt fest, zu personellen Wechseln kommen. So dürfen Gemeindepräsident Fred Röthlisberger (SVP) und Martin Sigrist (SP) wegen der Amtszeitbeschränkung nicht mehr antreten.

Beide können auf eine insgesamt 16-jährige Amtszeit im Gemeinderat zurückblicken. Erneut kandidieren werden hingegen die bisherigen Gemeinderäte Beat Siegrist (SP, Vize), Adrian Dreier, Bernhard Schär (beide SVP), Thomas Rickli (FDP) und Christine Grogg-Meyer (EVP).

Kandidatensuche harzt

Bei allen vier Parteien läuft die Kandidatensuche noch. Die Tatsache, dass er und Fred Röthlisberger gleichzeitig aufhören würden, sorge für eine «brisante Ausgangslage», glaubt SP-Präsident Martin Sigrist. «Die Par­teien sind jetzt gefordert.» Seine Partei hatte bei den letzten Wahlen vor vier Jahren den Gewinn eines dritten Sitzes im Gemeinderat angestrebt. Letztlich erreichte sie nur das Minimalziel: zwei Sitze.

Ob die Partei heuer allenfalls erneut einen dritten Sitz ins Auge fasst, lässt Martin Sigrist offen. «Das hängt auch davon ab, ob wir genügend Kandidatinnen und Kandidaten finden.» Hierfür wolle man sich nun genügend Zeit nehmen. Auch was die Ambitionen für das Gemeindepräsidium betrifft, hält sich Sigrist noch bedeckt.

«Es kommt natürlich nur jemand infrage, der bei den Wahlen genügend Stimmen holt.» Der Termin für die Wahl des Gemeinde- und Vizepräsidiums ist der 26. November. Die Eingabefrist hierfür läuft bis zum 30. Oktober.

Noch nicht voll ist auch die Lis­te der SVP. Diese kommt Mitte Juni zu ihrer Nominationsversammlung zusammen. «Die Suche harzt», sagt Präsident Adrian Dreier. Ziel sei es, die drei Gemeinderatssitze zu verteidigen. «Das wird aber nicht einfach.»

Insbesondere da nun Fred Röthlisberger als «Zugpferd» wegfalle. Der Gemeindepräsident hatte bei den letzten Wahlen von allen Kandidaten die meisten Stimmen geholt. «Wir sind trotzdem optimistisch», so Dreier. Seine Partei hatte vor vier Jahren ihren dritten Sitz zurückgewonnen – auf Kosten der FDP.

Die FDP ist «gut aufgestellt»

Bei dieser wiederum verlief die Kandidatensuche bisher offenbar erfolgreicher: «Wir haben die Kandidaten, auch jene für die Kommissionen, grösstenteils zusammen», sagt Präsident Thomas Rickli. Die FDP führt ihre Nominationsversammlung bereits diese Woche durch.

«Ich bin positiv gestimmt. Wir sind gut aufgestellt», so Rickli, der selbst erneut kandidieren wird. Er würde es gerne sehen, wenn seine Partei ihren zweiten Gemeinderatssitz im September zurückholen könnte. «Das wäre natürlich schön.» Das primäre Ziel sei dies jedoch nicht.

Schwierig verlief die Kandidatensuche bisher bei der EVP, die sich dafür noch bis Ende Juni Zeit gibt. «Vor den letzten Wahlen vor vier Jahren ging das noch ringer», sagt Präsident Paul-Martin Vogt. Für den Gemeinderat hat seine Partei bisher, ausser Christine Grogg-Meyer, die sich erneut zur Verfügung stellt, noch keine weiteren Kandidaten gefunden.

Zuversichtlich ist Vogt aber, was die Suche nach solchen für die Kommissionen betrifft. Dort steht der EVP in der Schulkommission mit Ruth Rentsch ein Abgang bevor. Die Partei hat es sich zum Ziel gesetzt, ihren Gemeinderatssitz zu verteidigen und in zwei Kommissionen vertreten zu sein.

Keine Kandidatinnen und Kandidaten stellen wird die BDP. Die Partei, die in Thunstetten keine eigene Ortssektion hat, war 2013 erstmals zu Gemeindewahlen angetreten. Ihrem Kandidaten gelang der Sprung in den Gemeinderat allerdings nicht. Woraufhin ihr damaliger Langenthaler Wahlkampfleiter ankündete, dass die BDP in vier Jahren erneut antreten wolle.

So weit kommt es nun jedoch nicht: Laut Monika Gygax, Präsidentin der BDP Oberaargau, wird die Partei nicht an den Wahlen teilnehmen.

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