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Für die Uhr ist Träumen erlaubt

Seit 25 Jahren kommt in Langenthal kurz vor der Fasnacht eine mottogetreue Uhr auf den Markt. Für das Jubiläumsexemplar haben sich die Herausgeber etwas Besonderes einfallen lassen.

Die 25. Langenthaler Fasnachtsuhr von Thomas und Conny Winistörfer kommt in sportlicher Aufmachung daher.
Die 25. Langenthaler Fasnachtsuhr von Thomas und Conny Winistörfer kommt in sportlicher Aufmachung daher.
Thomas Peter

«Tröimsch no?» hiess das Langenthaler Fasnachtsmotto 1992. Davon liessen sich Thomas und Conny Winistörfer vom Uhren- und Schmuckgeschäft L’Eleganza offenbar inspirieren. Von der Fasnacht angetan, lancierten die beiden 1992 die Langenthaler Fasnachtsuhr. Jahr für Jahr kam ein neues Exemplar mit eigenem Design hinzu. Heuer bringen ­Winistörfers die 25. Fasnachtsuhr auf den Markt. Die 99 produzierten Stück sind in der Regel schnell vergriffen. Es gibt Sammler, die sich jedes Jahr die gleiche Nummer reservieren lassen.

Der anfängliche Traum ist also Realität geworden.Und auch heute träumen Winistörfers noch. Dann nämlich, wenn es ums Entwerfen der nächsten Fasnachtsuhr geht. «Die Suche nach guten Ideen ist jedes Jahr eine grosse Herausforderung», sagt Thomas Winistörfer. In den kreativen Prozess, der viel Freude bereite, würden auch die Kinder miteinbezogen. Diese könnten sich unterdessen sogar fachlich einbringen. «Beide verfügen über eine Ausbildung als Uhrmacher-Rhabilleur», sagt Thomas Winistörfer.

Die Fasnachtsuhr 2016 ist in Schwarz und Gelb gehalten. «Wir haben bewusst ein schlichtes Design gewählt», erklärt Conny Winistörfer. Was auch in diesem Jahr nicht fehlt, sind die typischen Plakettenbestandteile wie etwa das Choufhüsi, der Düudäpp oder das Fasnachtsmotto. Aufgrund des Jubiläums haben sich die Herausgeber für eine Solaruhr entschieden. Es ist das erste Mal, dass eine Langenthaler Fasnachtsuhr mit Solartechnik ausgestattet wurde. Laut Thomas Winistörfer genügt eine Stunde Sonnen- oder Kunstlicht, um die Uhr für fünf bis sechs Monate aufzuladen. Erneut ist der Originalschriftzug «Langatun» von 861 zu sehen.

Frühere Sujets auch online

Wer sich für die Sujets früherer Fasnachtsuhren interessiert, kann die neu lancierte Website Fasnachtsuhren.ch aufrufen. Sämtliche Exemplare sind in einer Galerie abgebildet. Auf der Website ist unter anderem auch Historisches zur hiesigen Fasnacht festgehalten. Man erfährt, dass die erste wissenschaftlich fassbare urkundliche Dokumentation der Langenthaler Fasnacht auf einen Schiedsspruch aus dem St. Jakobsjahr 1444 zurückgeht. Zusammengetragen hat diese Daten der Langenthaler Historiker Max Jufer. Winistörfers dürfen sie zur Bereicherung ihrer Website nutzen.

paj

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