Hier sollen sich Kinder austoben können

Oberbipp

Das Warten auf einen öffentlichen Spielplatz in Oberbipp hat bald ein Ende.

Ein Platz für Wippen, Schaukeln und ein Kletterparadies: Auf dieser Parzelle sollen sich, wie schon bis 2015, bald wieder Kinder austoben können.

Ein Platz für Wippen, Schaukeln und ein Kletterparadies: Auf dieser Parzelle sollen sich, wie schon bis 2015, bald wieder Kinder austoben können.

(Bild: Raphael Moser)

Béatrice Beyeler

Das Dorf am Jurasüdfuss wächst und wächst. Viele Familien mit kleinen Kindern ziehen nach Oberbipp. Einen öffentlichen Kinderspielplatz – nebst dem kleinen beim Schulhaus – suchen sie indes vergebens. Noch. Denn nun liegt das Baugesuch für eine neue Anlage auf. Entstehen soll der Spielplatz wie schon sein Vorgänger an der Steingasse, auf der gleichen Parzelle: Die Gemeindeversammlung hat dem von der Exekutive vorgeschlagenen Landabtausch mit einer Privatperson im letzten Juni zugestimmt.

Aus Sicherheitsgründen und weil die Bäume auf dem Gelände Probleme gemacht haben, musste der alte Spielplatz im Sommer 2015 geschlossen werden. 35 Jahre lang hatte ihn der Frauenverein Oberbipp als Betreiberin geführt. Wie für die Verantwortlichen des Frauenvereins sei auch für ihn klar, dass es künftig einen öffentlichen Spielplatz im Dorf brauche, sagte der frühere Gemeindepräsident Kurt Zobrist (parteilos) damals. Eine Umfrage bei der Bevölkerung brachte dieses Bedürfnis ein Jahr später zum Ausdruck: 110 von 769 ausgeteilten Fragebogen wurden im Juni 2016 an die Gemeindeverwaltung retourniert. 90 Prozent derjenigen, die den Fragebogen beantwortet hatten, befürworteten eine neue Spielanlage.

Rumpelstilzchen und Co.

Aus dem Gesuch, das noch bis und mit kommendem Montag auf der Gemeindeverwaltung aufliegt, geht hervor, dass die zuständige Kommission für Schule und Jugend (KSJ) mit einem Aufwand von 90’000 Franken rechnet. «Diese Summe haben wir als Kostendeckel definiert», sagt Gemeinderat Jürg Egger (SP). Sobald die Bewilligung vorliege, wolle man loslegen. Der genaue Baustart sei aber schwierig abzuschätzen, da das Wetter eine grosse Rolle spiele, so Egger. Ziel sei es, die Anlage im Frühling eröffnen zu können.

Für die Auswahl der Spielgeräte hat die KSJ die Bevölkerung zur Mitwirkung aufgerufen, eine Arbeitsgruppe wurde gegründet. «Auch Eltern mit kleinen Kindern waren im Auswahlprozess involviert», sagt der Kommissionspräsident. Vorgesehen sind etwa ein Spielturm mit dem klangvollen Namen «Rumpelstilzchen», diverse Schaukeln und Federwippgeräte sowie mehrere Betonröhren. Tische und Sitzbänke sollen zum Verweilen einladen. Den Gesuchsunterlagen ist weiter zu entnehmen, dass sich die Gemeinde optional ein Materialhaus wünscht. Ob mit oder ohne Häuschen – insbesondere die kleinsten Dorfbewohner dürften sich so oder so über den neuen Spielplatz freuen. Lange müssen sie nicht mehr warten.

berneroberlaender.ch/Newsnetz

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