Kleiner, aber stabiler

Huttwil

Das Huttwiler Unterwerk der BKW für die Stromversorgung hat Baujahr 1966. Es hat seine Lebensdauer erreicht. Nun soll es für vier Millionen Franken erneuert werden.

Im Huttwiler Unterwerk wird der Strom vom 50-Kilovolt-Netz der BKW auf das 16-Kilovolt-Netz des lokalen Versorgers Industrielle Betriebe Huttwil AG übertragen.

Im Huttwiler Unterwerk wird der Strom vom 50-Kilovolt-Netz der BKW auf das 16-Kilovolt-Netz des lokalen Versorgers Industrielle Betriebe Huttwil AG übertragen.

(Bild: Olaf Nörrenberg/Archiv)

Jürg Rettenmund

Imposant ist sie, die Freiluftschaltanlage der Bernischen Kraftwerke (BKW) mit ihren mächtigen Schaltern, Wandlern und Trennern. Sie liegt in der Häbern am Ortsausgang von Huttwil Richtung Rohrbach. Doch nun sind ihre Tage gezählt. Es stehen längere Bauarbeiten an: Der Energieversorger will sie durch eine viel kleinere gasisolierte Schaltanlage ersetzen.

Diese kann in einem neuen Gebäude untergebracht werden und wird damit nicht mehr der Witterung ausgesetzt sein. Rund vier Millionen Franken will die BKW dafür investieren. Die Pläne liegen noch bis zum 28. Januar in einem sogenannten Genehmigungsverfahren auf der Bauverwaltung im Stadthaus öffentlich auf. Wie Gilles Seuret von der BKW-Medienstelle erläutert, wird für den Neubau nur ein Achtel der bisher beanspruchten Fläche benötigt. 

Erfahrungen aus Buchsi

Die Erneuerung in Huttwil ist nicht die erste im Oberaargau. Seit Februar 2017 läuft eine solche bereits in Herzogenbuchsee. Diese wird im Februar abgeschlossen. Von den dortigen Erfahrungen könne man nun profitieren, heisst es in den Auflageakten. So habe sich herausgestellt, dass die neue Anlage nicht im bestehenden Gebäude untergebracht werden könne. Deshalb der Neubau. Die Freiluftschaltanlage wird abgebrochen. Diese starke Verkleinerung werde man von aussen von der Erneuerung vor allem wahrnehmen, hält Gilles Seuret fest.

Im Huttwiler Unterwerk wird der Strom vom 50-Kilovolt-Netz der BKW auf das 16-Kilovolt-Netz des lokalen Versorgers Industrielle Betriebe Huttwil AG übertragen. Geliefert wird er über zwei Leitungen vom Unterwerk Lindenholz her. In der Ausschreibung der Planauflage ist auch von Ersatz und Verlängerung dieser Leitungen die Rede. Diese Massnahmen beschränkten sich jedoch auf die nötigen Anpassungen auf dem Areal des Unterwerks in Huttwil, präzisiert Gilles Seuret. 

Mehr Stabilität

Die BKW geht gemäss dem Mediensprecher davon aus, mit den Bauarbeiten bereits im kommenden April starten zu können, abgeschlossen werden sollen sie im Frühling 2021. Die Freiluftschaltanlage in Huttwil wurde im Jahr 1966 gebaut und hat ihre Lebensdauer erreicht. Vom Neubau verspricht sich die BKW eine bessere Stromstabilität, indem die Spannungsschwankungen kleiner werden. Zudem erwartet sie weniger Stromausfälle.  Einsprachestelle ist das Eidgenössische Starkstrominspektorat in Fehraltorf ZH. Dieses ist Bewilligungsbehörde.

Langenthaler Tagblatt

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