Zum Hauptinhalt springen

Letzte Nachwehe der grossen Flut

Ein neuer Schwemmholzrechen soll künftig auch die Häuser in der Leimatt vor Hochwasser schützen. Damit werden im Dorf die Sanierungen nach dem Unwetter vom Juni 2007 abgeschlossen.

An dieser Stelle in der Leimatt kann es bei einem Unwetter gefährlich werden. Deshalb sollen bauliche Massnahmen umgesetzt werden.
An dieser Stelle in der Leimatt kann es bei einem Unwetter gefährlich werden. Deshalb sollen bauliche Massnahmen umgesetzt werden.
Thomas Peter

Grosse Erdverschiebungen bei Tschäppel zwischen Huttwil und Eriswil erinnern gegenwärtig an das Hochwasser, das das obere Langetental 2007 traf und grosse Verwüstungen anrichtete. Sie sind Teil eines Projektes, mit dem sich die Gemeinden Huttwil, Rohrbach und Madiswil gegen die Wiederholung der damaligen Katastrophe wappnen wollen.

Bereits ausgeführt sind die Arbeiten in Eriswil, wo sie im Herbst 2010 abgeschlossen werden konnten – jedenfalls fast. Hans-Ulrich Heiniger, Präsident der Schwellenkorporation Eriswil, und Sekretär Andreas Schneeberger öffnen eine Karte und zeigen auf sechs gelb eingefärbte Gebäude in der Leimatt: «Diese befinden sich immer noch im Gefahrenbereich der Langete», erklären sie. Zu den Betroffenen gehört auch das Altersheim mit seinem Altbau.

Nun vorbeugen

Will heissen: Ein Hochwasser, mit dem im Durchschnitt alle hundert Jahre gerechnet werden muss, könnte dort nach wie vor Schäden anrichten. Dem will die Schwellenkorporation nun auch noch vorbeugen, indem sie oberhalb der Leimatt einen Rechen einbaut, der das Schwemmholz zurückhält.

«Wenn das Holz zurückgehalten wird, genügt das Bachbett künftig.»

Hans-Ulrich Heiniger Präsident Schwellenkorporation

«Wenn dieses nicht mehr zu den Liegenschaften durchfliesst und sich dort verkeilen kann, wird das Bachbett künftig genügen», erklärt der Präsident. Zumal dieses mit gezielten Massnahmen zwischen der Einmündung des Schwendibaches und dem geplanten Rechen an neuralgischen Stellen verbessert werden soll.

Anderes wurde dringender

Eigentlich habe die Schwellenkorporation diesen Teil der Langete bereits früher sanieren wollen, hält Hans-Ulrich Heiniger fest. Das Projekt des Berner Ingenieurbüros Kissling und Zbinden liegt denn auch bereits seit 2014 vor. Doch dann traf im Sommer jenes Jahres ein weiteres Hochwasser Eriswil. «Und zwar nur das Einzugsgebiet des Schwendibaches», hält Andreas Schneeberger fest.

Es war jenes Gewitter, das damals den Hornbach in der Nachbargemeinde Sumiswald ver­wüstete. Es schwappte über den Höhenzug zwischen Fritzenfluh und Ahorn, verschonte jedoch das oberste Einzugsgebiet der Langete. Deshalb wurden Sanierungen am Schwendibach dringender. «Alles zusammen konnten wir uns nicht leisten», erklärt Hans-Ulrich Heiniger.

Doch nächstes Jahr will die Schwellenkorporation diesen letzten Teil der Nachwehen des Hochwassers 2007 auf dem Gebiet von Eriswil nun angehen. Auf knapp 300 000 Franken beziffert das Büro Kissling und Zbinden die erwarteten Gesamtkosten. Daran haben Bund und Kanton rund 60 Prozent Subventionen zugesichert.

Es kommt auf die Fische an

Für die Ausführung der Arbeiten muss die Schwellenkorporation auf die Fische Rücksicht nehmen. Ende März sollten die Baumaschinen auffahren können, verweist Andreas Schneeberger auf die Vorgaben des Fischereiaufsehers. «Findet dieser dann jedoch noch Fischlaich, müssen wir zuwarten, bis die jungen Fische so gross sind, dass sie ausgefischt werden können.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch