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Lichterlöschen beim Powwow

Fünfmal ging das «Schoren-Tattoo» in der Eishalle in Langenthal über die Bühne. Jetzt, wo es sich etabliert hat, ist wahrscheinlich Schluss. Die bisherigen Organisatoren werfen das Handtuch. Die Musikschule will eine Fort­setzung prüfen.

Musikgesellschaft und Turnverein Roggwil nahmen mehrmals gemeinsam am Powwow teil.
Musikgesellschaft und Turnverein Roggwil nahmen mehrmals gemeinsam am Powwow teil.
Olaf Nörrenberg

Das Organisationskomitee, das im Auftrag des Fördervereins Pro Musica Langenthal das Powwow bisher durchführte, hat beschlossen, keinen weiteren Event mehr zu organisieren. Diese Woche hat es die aktivsten Vereine über diesen Beschluss informiert. Ein Spurteam aus Kreisen der Oberaargauischen Musikschule prüfe eine Fortsetzung, heisst es.

Die Organisatoren stiessen an Kapazitätsgrenzen. Die Erwartungen und Ansprüche an den Event stiegen laufend, und es gelang dem OK nicht, die erforder­lichen personellen Ressourcen bereitzustellen. Nach fünf Shows und zehnjährigem Bestehen suchte das Team um den Interimspräsidenten Peter Moser nach neuen Ideen und hoffte, diese mit kreativen Personen in der Organisation realisieren zu können. Nach zahlreichen ergebnislosen Anfragen kam es zum Schluss, dass sich die Suche nach Freiwilligen als viel schwieriger darstellt als erwartet.

Geld gesammelt

Für eine weitere Ausgabe des Powwow und die Erfüllung der internen und externen Erwartungen fehlte es an Zeit und personellen Ressourcen. «Das OK sieht sich deshalb in der Verantwortung, vorerst von einer Weiterführung des Events abzusehen», sagt Peter Moser. Die Organisatoren wollen jedoch nicht ausschliessen, dass der Anlass fortbestehen wird. Auf ihre Erfahrungen und Ressourcen könnten andere auf jeden Fall zurückgreifen.

Der Förderverein Pro Musica Langenthal hält im Rückblick fest, dass mit dem Event erfolgreiches Stadtmarketing habe betrieben werden können. Das Powwow sei über die Region hin­aus zu einem Begriff geworden. «Auch ausserhalb des Oberaargaus nahm man zur Kenntnis, was diese Region an Kreativität, Musik und Tanz alles zu bieten hat», schreibt der Förderverein. Pro Musica Langenthal konnten über die letzten Jahre namhafte Beträge zugewiesen werden.

Potenzial aufgezeigt

Das erste Powwow fand 2007 in der Eishalle Schoren statt. Ziel des unter dem Patronat von Pro Musica ehrenamtlich tätigen Organisationsteams war die Generierung finanzieller Mittel für nicht subventionierte Fonds der Oberaargauischen Musikschule Langenthal.

Zudem ging es darum, der Bevölkerung das grosse einheimische Potenzial in den Bereichen Musik, Tanz und Bühnenshow aufzuzeigen. Die Organisatoren brachten regionale Vereine in ungewohnten Konstellationen vor ein breites Publikum. So tanzten Trachtengruppen, Linedancer und Salsatänzer zu Steeldrums, Hip-Hopper mit Guggenmusiken; Musikgesellschaften spielten mit Rockbands, Örgeliformationen oder Dudelsackspielern, und Eiskunstläufer fuhren auf Inlineskates zu Livemusik. Jedes Powwow war begleitet von ein bis zwei Halbprofiformationen wie der Showband Schweiz oder einer Militärformation. Auch Pipes und Drums waren immer dabei.

Unterstützung zugesichert

Zwar bieten die bisherigen Organisatoren allfälligen Nachfolgern ihre Unterstützung an. Die Tatsache, dass sie selber bei der Suche nach Freiwilligen nicht fündig ­geworden sind, lässt allerdings darauf schliessen, dass eine Weiterführung des Anlasses – zumindest in der bisherigen Form – wohl doch eher unwahrscheinlich ist.

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