Mittel gegen Vandalenakte gefordert

Langenthal

Die Schulanlagen Kreuzfeld in Langenthal werden wiederholt von Vandalen heimgesucht. Geht es nach zwei SVP-Stadträtinnen, sollen diese künftig mit Videokameras abgeschreckt werden.

Schulanlage Kreuzfeld: Hier trieben sich wiederholt Vandalen um.

Schulanlage Kreuzfeld: Hier trieben sich wiederholt Vandalen um.

(Bild: Thomas Peter)

Patrick Jordi@jordipatrick

Nicht weniger als zehn Vorfälle listen Helena Morgenthaler und Andrea Schütz (beide SVP) in ihrer am Montag eingereichten Motion auf. Allesamt wurden zwischen Mai 2015 und Ende Jahr beobachtet. «Dies ist nur eine Auswahl von Vorkommnissen», geben die Stadträtinnen zu bedenken.

Die Rede ist von einigen mutmasslich begangenen Vandalenakten im Bereich der Kreuzfeld-Schulhäuser Langenthal. «Immer und immer wieder wird, vor allem im Bereich Areal Kreuzfeld 1, Vandalismus betrieben.»

Die Motionärinnen schreiben unter anderem: «Mai: Einbruch in die Werkräume im UG Hauswirtschafts-Pavillon mit Zerstörung von Material. Pfingsten: Eingeschlagene Scheiben an der WC-Anlage Schulhausstrasse, an der Wetterstation, am Werkpa­villon K 1, Sprayereien an der ­Bibliothek/Musikschule, diverse herumliegende, zerstörte Velos. Herbst: Ein Moped wird auf dem Areal K 1 demoliert und anschliessend angezündet.»

Abschreckende Wirkung

Der Gemeinderat werde aufgefordert, im Schulareal Kreuzfeld Videokameras zur Überwachung zu installieren und die dafür nö­tigen Vorkehrungen zu treffen, schreiben Morgenthaler und Schütz. «Wir sind überzeugt, dass allein schon die Präsenz der Kameras eine gewisse Abschreckungswirkung haben wird.»

Es sei wichtig, dass sich Abwarte, Schulleitungen und Lehrerschaft auf den normalen Schulalltag konzentrieren könnten. Solche Vandalenakte würden viele Ressourcen binden, die sinnvoller genutzt werden könnten. Aufgrund der grossen Schadensumme habe die Versicherung den Selbstbehalt der Stadt herauf­gesetzt.

Die gesetzlichen Grund­lagen zur Einführung von Videoüberwachung seien gegeben, lassen die Motionärinnen wissen. Videokameras sollten an den «sensiblen Orten» installiert werden. «Somit kann im Bedarfsfall auf die Aufzeichnungen zurückgegriffen werden.»

Die Täter überführen

Schon bald werde es wieder wärmer draussen, dann würden auch die nächtlichen Vandalismuszüge wieder zunehmen, geben die SVP-Vertreterinnen zu bedenken. Schlimmstes hätte in letzter Zeit dank couragierter Passanten und Anwohner verhindert werden können.

Diese hätten die Einsatzkräfte alarmiert. Die Polizei sei immer wieder auf Platz ge­wesen, die Vorkommnisse seien dokumentiert. «Es geht aber darum, die Täter zu überführen und zur Verantwortung zu ziehen.»

Berner Zeitung

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