Nach Schussverletzungen: Frau verstorben

Herzogenbuchsee

Am 25. Mai hat ihr Ehemann daheim in Herzogenbuchsee auf sie geschossen. Jetzt ist die Rentnerin im Spital ihren Verletzungen erlegen.

An der Grabenstrasse endete am 25. Mai ein Streit mit Schüssen. Foto: Google Maps

An der Grabenstrasse endete am 25. Mai ein Streit mit Schüssen. Foto: Google Maps

Kathrin Holzer

18 Tage sind vergangen seit den tragischen Vorfällen in Herzogenbuchsee. Kurz nach dem Mittag ist an jenem Samstag die Kantonspolizei Bern alarmiert worden. An der Grabenstrasse hatte ein Rentner mutmasslich mehrere Schüsse auf seine ebenfalls betagte Frau abgegeben und danach seinen Nachbarn informiert. Die verletzte Frau wurde umgehend hospitalisiert. Dort ist die 78-Jährige am Mittwochmorgen nun verstorben.

In Untersuchungshaft

Der Mann befinde sich inzwischen in Untersuchungshaft, schreibt die Polizei in einem Communiqué. Er war schon am Tag der Tat von der Polizei zur Einvernahme auf die Wache gebracht worden und war im Besitz nicht nur einer einzigen Waffe, wie sich alsbald herausstellte. Ob sich die «zahlreichen Schusswaffen» legalerweise in seinem Besitz befanden, sei Bestandteil der laufenden Ermittlungen, sagt Polizeisprecher Dino Dal Farra. Ebenso die Frage, ob tatsächlich die Schussverletzungen die Ursache bildeten für den Tod der Frau.

Tathergang weiterhin unklar

Zur Klärung der genauen Todesursache bei der Frau wurden am Institut für Rechtsmedizin der Universität Bern Untersuchungen aufgenommen. «Gemäss den bisherigen Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass er mit einer Faustfeuerwaffe mehrere Schüsse auf die Frau abgegeben und sie schwer verletzt hatte», steht dazu im Communique. Was genau sich ereignet hat an jenem Samstagmittag an der Grabenstrasse, sei aber nach wie vor nicht geklärt.

Ein Nachbar hat den Mann gegenüber den Medien als aufbrausend beschrieben. Zwischen den beiden über Siebzigjährigen sei es in den letzten Monaten immer wieder laut geworden. Wobei beim Mann offenbar eine Krankheit zu wiederholten Ausrastern geführt habe. Die Polizei will solche Schilderungen nicht bestätigen. Der Schussabgabe sei ein Streit vorausgegangen, informierte sie am Tag nach dem Vorfall. Und sie verweist weiterhin auf die laufenden Ermittlungen.

Weitere Beiträge aus der Region Oberaargau

Langenthaler Tagblatt

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt