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Obwohl schützenswert,darf es abgerissen werden

Im Buchser Ortsteil Oberönz muss ein altes Bauernhaus einem Neubau weichen. Im Quartier regt sich Widerstand. Die Denkmalpflege bezieht Stellung.

Das Bauernhaus (vorne) soll einem weiteren Neubau Platz machen.
Das Bauernhaus (vorne) soll einem weiteren Neubau Platz machen.
Thomas Peter

Die Baustelle an der Ecke Solothurn- und Unterfeldstrasse in Oberönz fällt auf. Direkt an der Strasse stehen vier neue Einfamilienhäuser und davor ein altes Bauernhaus. Einem grossen Transparent ist zu entnehmen, dass als Bauherr Niklaus Janitsch aus Kirchberg fungiert.

Das alte Gebäude ist der Stein des Anstosses. Denn das schützenswerte Gebäude soll abgerissen werden und so einem weiteren Neubau Platz machen. Im Quartier formiert sich Widerstand. Wie diese Zeitung von einer Anwohnerin erfahren hat, werden mehrere Quartierbewohner Einsprache einlegen. Vor Ablauf der Frist will sie anonym bleiben.

Besser als «Totsanierung»

Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, wollen weder Niklaus Janitsch noch die Gemeindeverwaltung Auskunft erteilen. «Da wir als Baupolizei fungieren, dürfen wir bis nach Ablauf der Einsprachefrist nichts dazu sagen», erklärt Gemeindeverwalter Rolf Habegger.

Er verweist auf die Denkmalpflege, und diese bringt Licht ins Dunkel. «Tatsächlich handelt es sich bei dem Bauernhaus um ein schützenswertes Gebäude», erklärt der Leiter der kantonalen Denkmalpflege, Michael Gerber, und gibt so den erzürnten Anwohnerinnen und Anwohner recht.

Jedoch befindet es sich laut Gerber in einem derart schlechten Zustand, dass bei einer umfassenden Sanierung kaum noch etwas von der schützenswerten Originalsubstanz erhalten bleiben würde. «Aus diesem Grund haben wir beschlossen, uns nicht gegen einen Abriss zur Wehr zu setzen», sagt Gerber. Denn dies sei immer noch besser als eine «Totsanierung».

Frist abwarten

Der Entscheid der Denkmalpflege, das Bauernhaus zum Abriss freizugeben, dürfte den Quartierbewohnern alles andere als gefallen. Nach Ablauf der Einsprachefrist wird sich zeigen, wie es auf der Baustelle weitergeht.

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